Der Tourismus erzeugt in Sachsen einen jährlichen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro. Eine neue Berechnung des Wirtschaftsfaktors weist außerdem eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro aus.
Gäste sorgen für 211 Millionen Aufenthaltstage
In Sachsen wurden rund 211,4 Millionen touristische Aufenthaltstage gezählt. Die Untersuchung berücksichtigt die wirtschaftlichen Auswirkungen der verschiedenen Reise- und Aufenthaltsformen im Freistaat.
Von den Ausgaben der Gäste profitieren nicht nur Hotels, Pensionen und Gaststätten. Auch Einzelhandel, Kultur, Freizeitwirtschaft, Verkehrsbetriebe und regionale Dienstleister erzielen zusätzliche Einnahmen.
Gegenüber 2023 stiegen Nachfrage, Bruttoumsatz und Einkommenswirkungen leicht. Die Tourismuswirtschaft behauptet sich damit trotz steigender Kosten, fehlender Arbeitskräfte und eines wachsenden Wettbewerbs.
Internationale Nachfrage wächst
Im ersten Halbjahr 2026 nahm die Zahl der Gästeankünfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent zu. Die Übernachtungen stiegen um 0,6 Prozent.
Besonders deutlich entwickelte sich die Nachfrage aus dem Ausland. Sachsen verzeichnete 5,5 Prozent mehr internationale Gästeankünfte und 1,3 Prozent mehr Übernachtungen ausländischer Besucher.
Zuwächse kamen unter anderem aus Großbritannien, Italien, Tschechien, Japan und China. Für die Branche bleibt es dennoch wichtig, Gäste zu längeren Aufenthalten zu bewegen.
Drei Gastgeber erhalten Auszeichnung
Bei der Vorstellung des Sparkassen-Tourismusbarometers wurden zudem die „Gästelieblinge 2026“ geehrt. In der Kategorie Hotel gewann die Köhlerhütte Fürstenbrunn im Erzgebirge.
Die Mittelndorfer Mühle in der Sächsischen Schweiz wurde als beste Pension beziehungsweise bester Gasthof ausgezeichnet. Den Landessieg bei den Ferienwohnungen erhielt der Gutshof Doberschau in der Oberlausitz.
Grundlage waren Bewertungen auf mehr als 250 Online- und Buchungsportalen. Über 800 sächsische Beherbergungsbetriebe erfüllten die Voraussetzungen für die Auswertung.
Quellen
• Medienservice Sachsen