Das Fachinformationszentrum Zuwanderung bietet ab August eine neue Sprechstunde zur Arbeitsmarktintegration internationaler Fachkräfte an. Das Angebot findet alle zwei Wochen statt und richtet sich sowohl an Beschäftigte als auch an Arbeitgeber.

Viele Verfahren greifen ineinander

Wer aus dem Ausland nach Deutschland kommt, muss häufig mehrere Fragen gleichzeitig klären. Dazu gehören Aufenthaltstitel, Anerkennung von Berufsabschlüssen, Sprachkenntnisse und der Zugang zu Weiterbildungen.

Für Unternehmen ist oft unklar, welche Unterlagen benötigt werden und welche Behörde zuständig ist.

Arbeitgeber sollen ebenfalls beraten werden

Die Sprechstunde richtet sich ausdrücklich auch an Betriebe. Sie können Unterstützung erhalten, wenn sie internationale Mitarbeiter einstellen oder bereits beschäftigte Fachkräfte langfristig halten möchten.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen verfügen häufig nicht über eigene Personalabteilungen, die sich auf Zuwanderungsrecht spezialisiert haben.

Fachkräftemangel erhöht den Handlungsdruck

Leipziger Unternehmen suchen Personal unter anderem in Pflege, Handwerk, Gastronomie, Industrie und technischen Berufen.

Internationale Fachkräfte können einen Teil dieser Lücken schließen. Das gelingt jedoch nur, wenn Anerkennungs- und Aufenthaltsverfahren nicht unnötig lange dauern.

Beratung allein löst nicht alle Probleme

Eine zentrale Anlaufstelle kann Wege verkürzen und Fehler vermeiden. Sie ersetzt jedoch keine schnellen Entscheidungen der zuständigen Behörden.

Für eine erfolgreiche Integration werden außerdem bezahlbarer Wohnraum, Sprachkurse, Kinderbetreuung und verlässliche berufliche Perspektiven benötigt.

Quellen

Stadt Leipzig, Mitteilung zum neuen Beratungsangebot für internationale Fachkräfte und Arbeitgeber, veröffentlicht am 29. Juli 2026.

Fachinformationszentrum Zuwanderung, Informationen zur zweiwöchentlichen Sprechstunde ab August 2026.