Der Naturschutz auf Usedom bekommt eine neue organisatorische Grundlage. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern hat den Auftrag für eine Natura-2000-Station vergeben, nachdem das Vorhaben zuvor vorbereitet worden war.
Schutzgebiete brauchen dauerhafte Betreuung
Das europäische Natura-2000-Netz umfasst besonders wertvolle Lebensräume und Gebiete für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Auf Usedom treffen solche Flächen unmittelbar auf Tourismus, Landwirtschaft und Siedlungsentwicklung.
Eine Station kann diese Interessen nicht aufheben. Sie schafft jedoch eine dauerhafte fachliche Struktur für Pflege, Beobachtung und Abstimmung.
Auftrag ist jetzt vergeben
Das Amt Usedom-Nord veröffentlichte die Auftragsvergabe am 23. Juli. Auftraggeber ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern.
Damit ist das Projekt über die reine Planungsphase hinaus.
Usedom steht unter besonderem Nutzungsdruck
Die Insel besitzt Dünen, Wälder, Moore, Küstenbereiche und Binnengewässer auf vergleichsweise engem Raum. Gleichzeitig gehört sie zu den wichtigsten Ferienregionen Mecklenburg-Vorpommerns.
Gerade deshalb hat eine kontinuierliche Betreuung geschützter Lebensräume für Usedom eine größere Bedeutung als in Regionen mit geringerem Besucher- und Bebauungsdruck.
Quelle:
Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern; Amt Usedom-Nord, Bekanntmachung vom 23. Juli 2026.