Ausbildung soll bereits im Herbst beginnen

Neue Pflegeschule in Ilmenau bekommt Standort in der Goethepassage

Die geplante neue Pflegeschule in Ilmenau wird konkreter. Anfang August wurde der künftige Standort festgelegt: Der Bildungsträger zieht in die Goethepassage an der Weimarer Straße.

Von Stefan Neubert 1 Min. Lesezeit

Teilen

Die geplante neue Pflegeschule in Ilmenau hat einen konkreten Standort. Nach einer Anfang August aktualisierten Mitteilung der Stadt sollen die WBS Schulen ihren Sitz in der Goethepassage an der Weimarer Straße 1A beziehen. Der erste Ausbildungsgang zur Pflegefachkraft ist bereits für den Herbst 2026 vorgesehen.

Damit gewinnt Ilmenau ein zusätzliches Ausbildungsangebot in einem Berufsfeld mit erheblichem Personalbedarf.

Stadt und Bildungsträger begründen das Projekt ausdrücklich mit dem steigenden Bedarf an Pflegefachkräften in der Region.

Pflegeeinrichtungen stoßen an Grenzen

Nach Darstellung der Stadt ist die Zahl pflegebedürftiger Menschen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Ambulante und stationäre Angebote sind entsprechend stärker ausgelastet, gleichzeitig fehlt qualifiziertes Personal.

Eine eigene Schule vor Ort kann dazu beitragen, junge Menschen direkt in der Region auszubilden.

Ausbildung wird zum Standortfaktor

Pflegepersonal wird deutschlandweit gesucht.

Für kleinere und mittelgroße Städte ist es deshalb wichtig, Ausbildung möglichst wohnortnah anzubieten.

Wer bereits für die Ausbildung nach Erfurt, Jena oder andere größere Städte ziehen muss, kommt später möglicherweise nicht mehr in die Region zurück.

Quellen

Stadt Ilmenau WBS Schulen

###

Themen: FachkräfteAusbildungPflegeIlmenauPflegeschuleGoethepassage

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Neue Ausbildungsmarktbilanz offenbart massive strukturelle Probleme 2,76 Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss – warum Deutschland seine Fachkräfte verliert Deutschland sucht Fachkräfte, doch 2,76 Millionen Menschen zwischen 20 und 34 Jahren besitzen keinen Berufsabschluss. Gleichzeitig fanden zuletzt so wenige gemeldete Bewerber einen Ausbildungsplatz wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Betriebe beklagen fehlenden Nachwuchs, während junge Menschen an hohen Mieten, unpassenden Arbeitszeiten und schwierigen Zugangsvoraussetzungen scheitern. Was läuft auf dem deutschen Ausbildungsmarkt falsch?

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Wirtschaft

Alle Beiträge