Die touristische Erschließung des Scheibe-Sees geht in die nächste Phase. Ab Montag, dem 3. August, werden am Westufer größere Erdbewegungen und Materialtransporte durchgeführt. Die Arbeiten dienen vor allem der Gestaltung neuer Böschungen und der Vorbereitung weiterer Infrastrukturmaßnahmen.
Parallel sollen in einzelnen Abschnitten technische Leitungen verlegt werden. Sie schaffen die Voraussetzungen für die späteren Bau- und Ausstattungsarbeiten.
Spielplatz und Parkplatz bleiben erreichbar
Die Stadt weist darauf hin, dass der Spielplatz und der zentrale Parkplatz weiterhin ohne Einschränkungen öffentlich genutzt werden können. Der Baustellenverkehr erfolgt über den gesperrten Parkplatz an der ehemaligen Staatsstraße 108.
Besucher müssen dennoch mit Baufahrzeugen, Materialtransporten und zeitweisen Beeinträchtigungen im Umfeld der Arbeitsbereiche rechnen.
Ab Herbst sind weitere Bepflanzungen vorgesehen. Damit soll das neu gestaltete Ufer schrittweise landschaftlich eingebunden werden.
Westufer wird seit Herbst 2025 umgebaut
Die Arbeiten am Westufer laufen bereits seit Oktober 2025. Ziel des durch das Investitionsgesetz Kohleregionen geförderten Vorhabens ist es, den Badestrand langfristig zu sichern und die touristische Infrastruktur auszubauen.
Der Scheibe-See gilt als Hoyerswerdas direkter Zugang zum Lausitzer Seenland. Die Stadt will das Gewässer stärker als Naherholungsgebiet und touristisches Ziel entwickeln.
Neben landschaftlichen Arbeiten sind neue Aufenthalts-, Freizeit- und Verkehrsflächen vorgesehen. Die Maßnahmen sollen zugleich die Verbindung zwischen der Stadt und dem See verbessern.
Mole und 32 Bootsliegeplätze sind geplant
Die Landesdirektion Sachsen hat bereits den Bau einer Mole, zweier Schwimmstege und einer Slipanlage genehmigt. Nach den veröffentlichten Planungen sollen dadurch insgesamt 32 Bootsliegeplätze entstehen.
Die maritime Infrastruktur ist ein wichtiger Baustein der Gesamtentwicklung. Damit könnte der Scheibe-See künftig nicht nur für Badegäste und Radfahrer, sondern auch für Wassersportler attraktiver werden.
Die Genehmigung bedeutet allerdings noch nicht, dass sämtliche Anlagen unmittelbar fertiggestellt werden. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Abschnitten und hängen von Bauabläufen, Finanzierung und den wasserrechtlichen Bedingungen ab.
Tourismus soll vom Strukturwandel profitieren
Hoyerswerda will sich mit dem Ausbau stärker in das touristische Angebot des Lausitzer Seenlandes einfügen. Davon könnten Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Fahrradverleiher und weitere Dienstleister profitieren.
Der Erfolg wird davon abhängen, ob aus einzelnen Bauprojekten ein schlüssiges Gesamtangebot entsteht. Wichtig sind dabei auch eine gute Erreichbarkeit, verlässliche Öffnungszeiten, Pflege und eine dauerhafte Verbindung zur Innenstadt.
Quellen
Stadt Hoyerswerda: Beginn der neuen Bauphase am Westufer am 3. August 2026.
Stadt Hoyerswerda: Umfang und Ziel der seit Oktober 2025 laufenden Erschließung.
Landesdirektion Sachsen: Genehmigung von Mole, Schwimmstegen und Slipanlage.