Die anhaltende Trockenheit hat ab dem heutigen Dienstag unmittelbare Folgen für Hedersleben. Der Landkreis Harz schränkt die Entnahme von Oberflächen- und Grundwasser ein. Hintergrund sind sehr niedrige Wasserstände in zahlreichen Gewässern – besonders betroffen ist nach Angaben des Kreises das Harzvorland.

Für Hedersleben ist die Allgemeinverfügung besonders relevant. Die Gemeinde liegt dort, wo Selke und Bode aufeinandertreffen. Gleichzeitig ist das Umfeld stark landwirtschaftlich geprägt.

Anfang August lagen 16 von 20 beobachteten Pegeln im Landkreis unter dem mittleren Niedrigwasserabfluss.

Pumpen aus Flüssen und Bächen grundsätzlich verboten

Bis zum 30. September darf Oberflächenwasser grundsätzlich nicht mehr mit technischen Hilfsmitteln wie Pumpen entnommen werden.

Ausnahmen gelten unter anderem für das Schöpfen mit Handgefäßen und bestimmte ausdrücklich genehmigte Nutzungen.

Auch beim Grundwasser gibt es Einschränkungen: Öffentliche und private Grünflächen dürfen zwischen 10 und 18 Uhr nicht mit Grundwasser beregnet werden.

Der Landkreis warnt davor, dass eine weitere Überbeanspruchung der Gewässer Pflanzen und Tiere dauerhaft schädigen könnte.

Verstöße gegen die Allgemeinverfügung können als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden.

Quellen

Landkreis Harz – Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wasserentnahme ab 11. August 2026

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