Mehr Sichtbarkeit ohne zusätzliche Werbekosten: Kulturschaffende, gemeinnützige Organisationen und Breitensportvereine aus Halle können ihre Termine ab dem 1. August kostenlos auf digitalen Außenwerbeflächen ankündigen. Der neue Kulturkalender von Ströer soll kleinere Veranstalter mitten im Stadtbild erreichen.

Kulturtermine dort zeigen, wo Menschen unterwegs sind

Der Kulturkalender wird auf insgesamt 28 digitalen Medien im Stadtgebiet ausgespielt. Die Veranstaltungshinweise erscheinen damit an stark frequentierten Straßen, Haltestellen und innerstädtischen Standorten.

Das Angebot richtet sich gezielt an Organisationen, die häufig nur ein begrenztes Werbebudget besitzen. Dazu gehören:

  • Kulturschaffende und Kultureinrichtungen,
  • gemeinnützige Organisationen,
  • lokale Initiativen,
  • Breitensportvereine,
  • kleinere Veranstalter aus Halle.

Der Service startet am Samstag, dem 1. August 2026.

Stadt sieht Gewinn für Kultur und Breitensport

Halles Beigeordnete für Kultur und Sport, Dr. Judith Marquardt, begrüßt das neue Angebot. Es erhöhe die Sichtbarkeit der Kultur- und Sportlandschaft und würdige zugleich das Engagement der zahlreichen Vereine und Kulturschaffenden.

„Das neue Angebot, das auf 28 Bildschirmen in Halle zur Verfügung stehen wird, ist ein toller Service für unsere Kulturschaffenden, alle Kulturinteressierten und den Breitensport.“

Gerade kleinere Projekte könnten davon profitieren, weil sie im öffentlichen Raum auf Veranstaltungen aufmerksam machen können, ohne dafür eigene Werbeflächen buchen zu müssen.

Anmeldung über ein Online-Portal

Die Teilnahme soll möglichst einfach funktionieren. Nach einer einmaligen Registrierung im Service-Portal von Ströer können berechtigte Veranstalter ihre Termine selbst einreichen.

Anschließend läuft das Verfahren in mehreren Schritten:

  1. Veranstalter registrieren sich im Portal.
  2. Die Veranstaltung wird mit den notwendigen Angaben eingereicht.
  3. Ströer prüft den Inhalt redaktionell.
  4. Der Veranstaltungshinweis wird sieben Tage vor Beginn automatisch ausgespielt.
  5. Die Einblendung dauert jeweils bis zu zehn Sekunden.

Die Inhalte erscheinen in einem einheitlichen Layout. Im Mittelpunkt stehen Name, Art und Termin der jeweiligen Veranstaltung.

Kostenlose Werbung für kleinere Veranstalter

Ströer versteht den digitalen Kulturkalender als Ergänzung zur klassischen Litfaßsäule. Diese gehört seit Jahrzehnten zum Stadtbild und wird weiterhin für kulturelle Ankündigungen genutzt.

Alexander Stotz, Geschäftsführer von Ströer Media Deutschland, erklärte:

„Der Kulturkalender steht für Information und schafft kostenfreie Sichtbarkeit für all jene, die bislang kaum eine Möglichkeit hatten, ihre Veranstaltungen öffentlich zu bewerben.“

Das Angebot soll dabei keine klassische kommerzielle Werbekampagne ersetzen. Es richtet sich vor allem an lokale und gemeinnützige Akteure, die ihre Veranstaltungen ohne großes Marketingbudget bekannt machen möchten.

Konzept läuft bereits in mehreren Großstädten

Halle ist nicht die erste Stadt, in der der digitale Kulturkalender eingesetzt wird. Das Angebot gibt es bereits unter anderem in:

  • Hamburg,
  • Berlin,
  • Köln,
  • Düsseldorf,
  • München,
  • Leipzig.

In Hamburg startete das Konzept im April 2025. Seitdem wurden nach Angaben von Ströer mehr als 3.770 Veranstaltungen eingereicht. Rund 165 lokale Veranstalter haben sich dort registriert.

Diese Zahlen stammen vom Betreiber und zeigen, dass vor allem kleinere Veranstalter und gemeinnützige Initiativen das kostenlose Angebot nutzen.

So sieht der Kulturkalender im Stadtbild aus

Die von der Stadt bereitgestellten Fotomontagen zeigen zwei mögliche Einsatzorte. Auf einem Bild steht ein digitales Hochformat-Display in der Nähe der Haltestelle Kleinschmieden. Ein weiteres Motiv zeigt eine großformatige digitale Werbefläche an einer viel befahrenen Straße.

Die Veranstaltungshinweise sind jeweils in mehrere klar abgegrenzte Felder aufgeteilt. Dadurch können mehrere Kulturangebote gleichzeitig angekündigt werden. Die Bildbeispiele sind als Fotomontagen von Ströer Media Deutschland gekennzeichnet und zeigen, wie die Anzeigen ab August im Stadtbild erscheinen sollen.

Mehr Reichweite, aber keine Garantie auf Publikum

Für Veranstalter bietet das Angebot eine zusätzliche Möglichkeit, Menschen außerhalb der eigenen Internetseiten und sozialen Netzwerke zu erreichen.

Wie groß die tatsächliche Wirkung sein wird, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:

  • Standort des jeweiligen Displays,
  • Zahl der eingereichten Veranstaltungen,
  • Verständlichkeit der Anzeige,
  • Bekanntheit des Angebots,
  • zeitlicher Abstand zur Veranstaltung.

Eine garantierte Besucherzahl ist mit der kostenlosen Darstellung selbstverständlich nicht verbunden. Der Kulturkalender erweitert jedoch die Möglichkeiten, auch kleinere Veranstaltungen sichtbar zu machen.

Die wichtigsten Angaben

  • Start: 1. August 2026
  • Ort: Halle (Saale)
  • Anzahl der digitalen Medien: 28
  • Kosten: für teilnehmende Organisationen kostenfrei
  • Zielgruppen: Kulturschaffende, gemeinnützige Organisationen und Breitensportvereine
  • Anmeldung: einmalige Registrierung im Ströer-Serviceportal
  • Prüfung: redaktionell durch Ströer
  • Ausspielung: automatisch ab sieben Tagen vor Veranstaltungsbeginn
  • Länge der Einblendung: bis zu zehn Sekunden

Quellen und Datenbasis

  • Stadt Halle (Saale), Presseinformation vom 29. Juli 2026: „Neuer Service für Kultur-Akteure in Halle (Saale): Ströer startet kostenfreien Kulturkalender auf digitalen Außenmedien“.
  • Bildmaterial und Fotomontagen: Ströer Media Deutschland, bereitgestellt über die Presseinformation der Stadt Halle.