„Wörter in Flammen“ dokumentiert Kriegsschäden und kulturellen Widerstand

Ausstellung in Greifswald zeigt die Zerstörung ukrainischer Bibliotheken

Fotos aus ukrainischen Bibliotheken zeigen zerstörte Gebäude, verlorene Bestände und den schwierigen Wiederaufbau. Die zweisprachige Ausstellung ist kostenlos zugänglich.

Von Michael Kohlmann 1 Min. Lesezeit

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Zerstörte Gebäude, verlorene Bücher und Mitarbeiter, die ihre Einrichtungen trotz des Krieges am Leben erhalten: Eine neue Ausstellung in Greifswald dokumentiert die Lage ukrainischer Bibliotheken.

„Words in Flame – Wörter in Flammen“ ist seit Anfang August in der Zentralen Universitätsbibliothek zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 16. Oktober 2026.

Mehr als 200 Bibliotheken vollständig zerstört

Die Fotoserie beschäftigt sich insbesondere mit Einrichtungen in der Nähe der Frontlinie, aber auch mit Bibliotheken in der ukrainischen Hauptstadt.

Nach den in der Ausstellung verwendeten Zahlen waren bis zum Sommer 2025 insgesamt 214 Bibliotheken vollständig zerstört worden.

Weitere 904 Einrichtungen wurden beschädigt. Bei 561 Bibliotheken ging die gesamte Ausstattung verloren, 1.492 standen ohne Buchbestand da.

Die Zahlen und die begleitenden Geschichten werden nach Angaben der Veranstalter fortlaufend aktualisiert.

Nur ein kleiner Teil konnte wieder öffnen

Von den stark beschädigten Einrichtungen konnte bislang nur ein begrenzter Anteil wiederhergestellt werden.

Durch die Unterstützung von Kommunen, Spendern und freiwilligen Helfern sind nach dem dokumentierten Stand 211 Bibliotheken wieder in Betrieb.

Die Ausstellung zeigt damit nicht nur die Zerstörung. Sie erzählt auch vom Versuch, Kultur, Bildung und öffentlich zugängliches Wissen unter schwierigen Bedingungen zu bewahren.

Deutsch und Englisch – Eintritt frei

Die Ausstellungstexte sind auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Besucher können die Schau montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 22 Uhr besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Zentrale Universitätsbibliothek befindet sich in der Felix-Hausdorff-Straße 10.

Quellen

• Universität Greifswald und Universitätsbibliothek: Ausstellung „Words in Flame – Wörter in Flammen“, Stand 5. August 2026.

Themen: GreifswaldUkraineWörter in FlammenBibliothekenKriegUniversitätsbibliothek

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