Die auffällige schwarze Konstruktion auf dem Gelände des Schwapp ist kein Kunstobjekt und keine neue Attraktion. Das sogenannte Solar-Iglu ist ein technischer Feldversuch, mit dem Fürstenwalde neue Möglichkeiten der Energieversorgung erprobt.
Entwickelt wurde die Anlage von der SWH Innovations GmbH.
Am Freizeitbad wird die Technik erstmals unter realen Bedingungen getestet.
Freizeitbad eignet sich als anspruchsvoller Testort
Schwimmbäder benötigen dauerhaft große Mengen Energie.
Wasser muss erwärmt, Gebäude beheizt, Pumpen betrieben und Lüftungsanlagen versorgt werden.
Genau deshalb eignet sich das Schwapp als anspruchsvoller Praxisstandort.
Wenn die Technik dort funktioniert, könnten ähnliche Systeme möglicherweise auch an anderen energieintensiven Gebäuden eingesetzt werden.
Weniger Fernwärme, Gas und Netzstrom
Das Ziel ist, den Bedarf an extern bezogener Energie zu reduzieren.
Nach Angaben der Stadt könnte das Solar-Iglu dazu beitragen, weniger Fernwärme, Gas oder Strom von außen einzukaufen.
Ob und in welchem Umfang das gelingt, soll der laufende Praxistest zeigen.
Eine konkrete Einsparsumme wurde bislang nicht genannt.
Aus Projekt entstand Idee für Innovationsfonds
Der Test hat inzwischen auch eine politische Folge.
Bürgermeister Matthias Rudolph hat die Idee eines kommunalen Innovationsfonds ins Gespräch gebracht.
Damit könnten neue technische Lösungen künftig gezielt unterstützt werden, wenn sie einen erkennbaren Nutzen für die Allgemeinheit versprechen.
Das Solar-Iglu ist damit nicht nur ein Energieprojekt, sondern zugleich ein Test dafür, wie Fürstenwalde lokale Unternehmen und neue Technologien stärker miteinander verbinden kann.
Quellen
Stadt Fürstenwalde/Spree – Solar-Iglu am Schwapp.
SWH Innovations GmbH – Solar-Iglu.