Die hausärztliche Versorgung in Frankfurt (Oder) gerät zunehmend unter Druck. Mehrere Ärzte wollen ihre Praxen in den kommenden Monaten altersbedingt schließen und haben bislang keine Nachfolger gefunden. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg mitteilt, können neue Allgemeinmediziner deshalb mit bis zu 55.000 Euro unterstützt werden.

Mehrere Praxen finden keinen Nachfolger

Nach Angaben der Stadt stehen in den kommenden Monaten verschiedene altersbedingte Praxisschließungen bevor.

Gleichzeitig können viele verbleibende Hausarztpraxen wegen ihrer bereits hohen Auslastung kaum neue Patienten aufnehmen.

Förderung soll Niederlassung erleichtern

Die KVBB bietet nicht allein finanzielle Unterstützung.

Hinzu kommen Beratung zur Praxisgründung, Hilfe bei der Suche nach geeigneten Praxis- und Wohnräumen sowie Kontakte zu regionalen Partnern.

Stadt hatte zuvor Druck gemacht

Stadtverwaltung und Stadtverordnetenversammlung standen nach eigenen Angaben bereits vor Beginn der Kampagne in engem Austausch mit der KVBB.

Ziel war es, auf drohende Versorgungslücken frühzeitig zu reagieren.

Hausarztmangel trifft Patienten unmittelbar

Fehlt eine Nachfolge, müssen bisherige Patienten eine neue Praxis suchen.

Gerade ältere oder chronisch kranke Menschen sind auf eine dauerhaft erreichbare hausärztliche Betreuung angewiesen.

Frankfurt konkurriert um Mediziner

Mit der Förderung reagiert Frankfurt auf einen Wettbewerb, der längst viele Regionen Brandenburgs betrifft.

Entscheidend wird sein, ob sich tatsächlich genügend Mediziner langfristig in der Grenzstadt niederlassen.

Quelle:

Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg; Stadt Frankfurt (Oder).