Schule wird teurer

Familien zahlen zum Schulstart deutlich mehr für Schreibwaren, während am Montag fast 256.000 Schüler in Thüringen zurückkehren.

Für Thüringens Familien wird der Einkauf zum neuen Schuljahr spürbar teurer. Schreibwaren und Zeichenmaterialien kosten 4,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders Familien mit Schulanfängern trifft der Preisanstieg, weil neben Heften und Stiften auch viele Produkte für die Zuckertüte teurer geworden sind.

Schreibwaren kosten 4,2 Prozent mehr

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, lagen die Preise für Schreibwaren und Zeichenmaterialien im Juli 2026 um 4,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im gleichen Zeitraum um drei Prozent.

Damit verteuerten sich typische Schulartikel stärker als der durchschnittliche Warenkorb. Für Eltern kommen die höheren Preise unmittelbar vor dem Schulbeginn am Montag, dem 17. August.

Auch die Zuckertüte wird teurer

Nicht nur Hefte, Stifte und Zeichenmaterialien kosten mehr. Süßwaren verteuerten sich gegenüber Juli 2025 um 1,7 Prozent, bei Schokolade lag der Preisanstieg sogar bei 5,2 Prozent.

Gerade rund um die Einschulung summieren sich damit mehrere Ausgaben. Neben Schulmaterialien gehören in Thüringen traditionell Zuckertüten und häufig auch Familienfeiern zum ersten Schultag.

Zumindest bei einem klassischen Bestandteil solcher Feiern gibt es Entlastung: Thüringer Bratwürste waren im Juli 2,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Brot und Brötchen verteuerten sich dagegen um 0,7 Prozent.

Fast 256.000 Schüler starten am Montag

Nach Angaben des Thüringer Bildungsministeriums lernen im Schuljahr 2026/27 voraussichtlich 255.863 Schülerinnen und Schüler an staatlichen und freien Schulen. Darunter sind 16.897 Erstklässler.

Für sie endet an diesem Wochenende die sechswöchige Sommerpause. Der Unterricht beginnt am Montag wieder regulär.

Das Land startet gleichzeitig mit 1.356 neu eingestellten Lehrkräften in das Schuljahr. Dem stehen Abgänge im Umfang von 934 Vollzeitstellen gegenüber.

Höhere Preise treffen Familien direkt

Der Preisanstieg bei Schulmaterialien ist vor allem deshalb relevant, weil viele Einkäufe zum Schuljahresbeginn nicht beliebig verschoben werden können. Hefte, Stifte, Mappen und Zeichenmaterialien gehören zur Grundausstattung und werden häufig innerhalb weniger Tage benötigt.

Bei mehreren schulpflichtigen Kindern können sich auch moderate Preissteigerungen entsprechend summieren. Die Statistik zeigt zudem, dass gerade Produkte rund um Schule und Einschulung teilweise stärker gestiegen sind als die allgemeine Teuerungsrate.

Für Thüringens Familien beginnt das neue Schuljahr damit nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell mit höheren Belastungen.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik; Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur