Unternehmen in Erfurt und Thüringen sollen leichter an staatliche Investitionszuschüsse gelangen. Das Land hat die Regeln seines wichtigsten Programms zur regionalen Wirtschaftsförderung überarbeitet. Wie das Thüringer Wirtschaftsministerium mitteilt, stehen dafür jährlich rund 60 bis 70 Millionen Euro zur Verfügung.

Arbeitsplatzvorgabe wird halbiert

Mittelständische Unternehmen mussten bislang ihre Beschäftigtenzahl um zehn Prozent erhöhen, um bestimmte Förderkriterien zu erfüllen.

Künftig reichen fünf Prozent Wachstum bei der Zahl der Arbeitsplätze aus.

Produktivität kann ebenfalls Förderung ermöglichen

Alternativ können Unternehmen berücksichtigt werden, wenn ihre Investitionen den Umsatz je Beschäftigten innerhalb von fünf Jahren um mindestens zehn Prozent erhöhen.

Voraussetzung ist dabei, dass keine Arbeitsplätze abgebaut werden.

78 Millionen Euro wurden 2025 vergeben

Im vergangenen Jahr erhielten 91 Thüringer Unternehmen insgesamt 78 Millionen Euro Investitionszuschüsse.

Dadurch wurden nach Angaben des Landes Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 340 Millionen Euro angestoßen.

Mehr als 2.500 Arbeitsplätze gesichert

Mit den geförderten Investitionen konnten nach Ministeriumsangaben mehr als 2.500 bestehende Stellen gesichert und knapp 130 neue geschaffen werden.

Die IHK Erfurt begrüßt die Lockerung als positives Signal für Unternehmen.

Konjunkturschwäche bremst Investitionen

Hintergrund ist die Zurückhaltung vieler Firmen bei größeren Projekten.

Mit niedrigeren Förderhürden will das Land Investitionen beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands erhöhen.

Quelle:

Thüringer Ministerium für Wirtschaft; Industrie- und Handelskammer Erfurt.