Eberswalde verliert voraussichtlich Ende September eine seiner jüngeren Brauereien. Die Kati Hausbrauerei soll nach ihrer Insolvenz den Betrieb einstellen. Damit endet ein Projekt, das erst 2023 begonnen hatte und zuletzt weit über die eigentliche Bierproduktion hinaus bekannt geworden war.

Die Brauerei hatte versucht, sich mit handwerklich produzierten Bieren und Veranstaltungen in der Stadt zu etablieren.

Dazu gehörten auch Auftritte bei Stadtveranstaltungen und Formate rund um Craftbier.

Trotz des Zuspruchs ließ sich der Betrieb offenbar nicht dauerhaft wirtschaftlich stabilisieren.

Insolvenz konnte Schließung nicht verhindern

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass das Unternehmen Insolvenz angemeldet hatte.

Danach bestand noch die Hoffnung auf eine Fortführung oder neue wirtschaftliche Perspektive.

Nach aktuellen Informationen soll der Betrieb nun jedoch Ende September eingestellt werden.

Damit reiht sich der Fall in eine schwierige Entwicklung für kleinere gastronomische und handwerkliche Betriebe ein.

Hohe Energie-, Personal- und Rohstoffkosten treffen kleine Produzenten häufig besonders stark.

Verlust für lokale Unternehmenslandschaft

Eine kleine Brauerei erfüllt zudem eine andere Funktion als ein industrieller Getränkehersteller.

Solche Betriebe werden häufig Teil der lokalen Identität, arbeiten mit Gastronomie zusammen und bringen zusätzliche Besucher in die Stadt.

Mit der angekündigten Schließung endet deshalb nicht nur eine Produktion.

Für Eberswalde verschwindet zugleich ein vergleichsweise junges Stück lokaler Unternehmenskultur.

Quellen

Märkische Oderzeitung – aktuelle Berichterstattung zur Kati Hausbrauerei Eberswalde.