Kinder und Jugendliche sollen in Demmin künftig stärker an kommunalen Entscheidungen beteiligt werden. Die Hansestadt hat dafür eine eigene Satzung für ein Kinder- und Jugendparlament geschaffen. Die Regelung wurde im Juli offiziell bekannt gemacht und schafft die rechtliche Grundlage für das neue Beteiligungsgremium.
Damit geht die Stadt über einzelne Jugendveranstaltungen oder unverbindliche Befragungen hinaus.
Ein dauerhaft eingerichtetes Parlament kann Themen sammeln, Positionen formulieren und Anliegen junger Menschen gegenüber Stadtvertretung und Verwaltung vertreten.
Schulwege, Freizeit und Treffpunkte direkt betroffen
Kommunalpolitik betrifft Jugendliche in zahlreichen Bereichen.
Busverbindungen, Schulen, Sportplätze, Jugendclubs, Spielplätze oder öffentliche Treffpunkte bestimmen ihren Alltag unmittelbar.
Trotzdem sitzen Minderjährige normalerweise nicht in den gewählten Stadtvertretungen.
Beteiligung kann politische Erfahrung schaffen
Ein Kinder- und Jugendparlament verändert die Entscheidungskompetenzen der Stadtvertretung nicht.
Es ermöglicht jungen Menschen aber, politische Prozesse früh kennenzulernen und eigene Forderungen strukturiert einzubringen.
Für Demmin entsteht damit ein neues Element der kommunalen Bürgerbeteiligung.
Quellen
Hansestadt Demmin – Satzung für das Kinder- und Jugendparlament