Unternehmen in Brandis und im Landkreis Leipzig stehen vor einem erheblichen Generationenwechsel. Jeder vierte Beschäftigte der Region ist inzwischen zwischen 55 und 65 Jahre alt. Nur etwa jeder zehnte Arbeitnehmer ist jünger als 25 Jahre, wodurch Fachkräftegewinnung und Ausbildung weiter an Bedeutung gewinnen.

Viele Beschäftigte erreichen das Rentenalter

Die Fachkräfteallianz Landkreis Leipzig verweist in einer neuen Veröffentlichung auf die demografische Verschiebung im regionalen Arbeitsmarkt. Der hohe Anteil älterer Arbeitnehmer bedeutet, dass zahlreiche erfahrene Beschäftigte in den kommenden Jahren altersbedingt aus Unternehmen ausscheiden werden.

Für mittelständische Betriebe entsteht dadurch die Aufgabe, Wissen zu sichern und gleichzeitig ausreichend Nachwuchs zu gewinnen.

Mehr als 20 Fachkräfteprojekte umgesetzt

Seit 2016 arbeiten Partner aus Industrie, Handwerk, Wirtschaftsförderung, Bildung, Forschung, Arbeitnehmervertretung und Verwaltung in der Fachkräfteallianz zusammen. In diesem Zeitraum wurden mehr als 20 Projekte in verschiedenen Handlungsfeldern umgesetzt.

Dazu gehören Maßnahmen zur Stärkung der Ausbildung, zur Integration internationaler Fachkräfte, zur Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen sowie zur Bindung bereits beschäftigter Mitarbeiter.

Wettbewerb um Nachwuchs wird härter

Zusätzlich zum demografischen Wandel verändern Digitalisierung, Dekarbonisierung und Strukturwandel die Anforderungen an regionale Unternehmen. Fachkräftegewinnung wird damit auch für kleinere Wirtschaftsstandorte wie Brandis zunehmend zu einer Standortfrage.

Die Zahlen zeigen die Größenordnung: Wenn ein Viertel der Beschäftigten bereits zwischen 55 und 65 Jahre alt ist, müssen Unternehmen in den kommenden Jahren einen erheblichen Teil ihrer Belegschaften ersetzen oder Arbeitsabläufe neu organisieren.

Quelle: Landkreis Leipzig; Fachkräfteallianz Landkreis Leipzig