Boltenhagen will den jahrelangen Stillstand beim Bau von dauerhaft genutzten Wohnungen überwinden. Die Gemeinde hat dafür eine eigene Wohnbauoffensive gestartet. Wie Bürgermeister Raphael Wardecki mitteilt, sollen nun Grundstückspotenziale und die neuen rechtlichen Möglichkeiten des sogenannten Bauturbos zusammengeführt werden.

Seit rund 20 Jahren fehlt größerer Neubau

Nach Angaben der Gemeinde ist seit ungefähr zwei Jahrzehnten kein substanzieller Neubau von Dauerwohnraum mehr entstanden.

Die Wohnbauoffensive soll deshalb ausdrücklich bezahlbaren und attraktiven Wohnraum für Menschen schaffen, die dauerhaft im Ostseebad leben.

Grundstückseigentümer wurden einbezogen

Eigentümer konnten eigene Grundstücke und Projektideen für zusätzliche Wohnungen vorschlagen.

Gefragt waren unter anderem Angaben zur geplanten Bebauung, zur Zahl der Wohneinheiten und zur grundsätzlichen Zielsetzung.

Frist endete am 22. Juli

Projektvorschläge konnten bis zum 22. Juli 2026 eingereicht werden.

Die Gemeinde kündigte an, sämtliche eingereichten Vorhaben anschließend dem Bauausschuss vorzustellen und daraus Leitlinien für die weitere bauliche Entwicklung abzuleiten.

Bauturbo soll Verfahren erleichtern

Die Initiative stützt sich auf zwei Säulen: klassische Bauleitplanung und neue rechtliche Möglichkeiten zur Beschleunigung des Wohnungsbaus.

Boltenhagen will dabei auch fachliche Beratung durch den Landkreis nutzen.

Nächster Schritt liegt im Bauausschuss

Mit dem Ende der Einreichungsphase beginnt nun die politische und planerische Bewertung der Vorschläge.

Erst anschließend wird sichtbar, aus welchen Ideen tatsächlich neue Dauerwohnungen entstehen können.

Quelle:

Gemeinde Ostseebad Boltenhagen; Amt Klützer Winkel.