Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel hat der Bau des Schumacher-Quartiers begonnen. Dort entsteht ein neues Stadtviertel mit rund 5.000 Wohnungen, das mehr als 10.000 Menschen ein Zuhause bieten soll.
Baustart für 328 Wohnungen in Tegel
Auf den ersten beiden Baufeldern errichtet die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo insgesamt 328 Wohnungen. Die ersten Gebäude sollen Ende 2028 fertiggestellt werden. Der Einzug ist für Anfang 2029 vorgesehen.
Die Häuser erhalten vier bis sechs Geschosse. Als Baumaterial ist eine Kombination aus Holz und anderen Baustoffen vorgesehen.
Hälfte der Wohnungen wird gefördert
Die Hälfte der ersten 328 Wohnungen ist für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen. Die anfängliche Nettokaltmiete soll dort bei sieben Euro pro Quadratmeter liegen.
Etwa 50 Prozent aller Wohnungen im Schumacher-Quartier bauen die landeseigenen Unternehmen Degewo und Gesobau. Die übrigen Flächen sind unter anderem für Genossenschaften und studentisches Wohnen vorgesehen.
Schumacher-Quartier für 10.000 Menschen
Das Wohngebiet entsteht auf einer rund 46 Hektar großen Fläche. Neben den geplanten 5.000 Wohnungen sollen Schulen, Kindertagesstätten, Sportanlagen, Geschäfte und zwei Parks gebaut werden.
Ein eigenes Regenwassersystem soll Niederschläge im Quartier aufnehmen und nutzen. Die Verkehrsplanung setzt auf kurze Wege, Radschnellverbindungen und einen möglichst geringen Autoverkehr.
Forschungspark ergänzt Wohnungsbau
Auf weiteren Flächen des früheren Flughafens ist die Urban Tech Republic geplant. Der Industrie- und Forschungspark soll Raum für bis zu 1.000 Unternehmen, junge Firmen und wissenschaftliche Einrichtungen bieten.
Ein Hochschulcampus und ein großer Landschaftspark gehören ebenfalls zur Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes. Das Schumacher-Quartier ist damit Teil eines der größten Berliner Stadtentwicklungsprojekte.
Quelle: Degewo AG, Gesobau AG, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Tegel Projekt GmbH