Am Landgericht Potsdam beginnt am 22. September ein Mordprozess gegen einen 52-Jährigen, und die Kammer hat 15 Verhandlungstage angesetzt, nachdem die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes und weiterer Delikte erhoben hat.

Schwere Vorwürfe gegen den Angeklagten

Dem Mann wird vorgeworfen, seine an Demenz erkrankte Ehefrau wiederholt geschlagen zu haben. Darüber hinaus soll er seinen ebenfalls in seinem Haushalt lebenden Schwiegervater mit einer Gliederkette fixiert haben. Der ältere Mann war nach Angaben des Gerichts altersbedingt an Demenz erkrankt und auf Unterstützung angewiesen.

Im Januar 2026 soll der Angeklagte seinem Schwiegervater zahlreiche Knochenbrüche und innere Verletzungen zugefügt haben. Laut Anklage habe er mit den Fäusten zugeschlagen und auf den Mann eingetreten. Dabei soll er mit Tötungsabsicht gehandelt haben.

Pflegebedürftigkeit soll Motiv gewesen sein

Nach Darstellung der Anklage soll der 52-Jährige seinen Schwiegervater wegen dessen Pflegebedürftigkeit und des damit verbundenen Aufwands verachtet haben. Der gesamte in der Terminübersicht genannte Tatzeitraum reicht vom 19. Oktober 2023 bis zum 28. Januar 2026.

Ob sich die Vorwürfe bestätigen, muss nun die zuständige Strafkammer des Landgerichts Potsdam klären. Für den Angeklagten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

Prozess dauert bis Dezember

Der erste Verhandlungstag ist für Dienstag, den 22. September 2026, um 9 Uhr im Saal 8 des Landgerichts Potsdam angesetzt. Weitere Termine sind bis zum 1. Dezember geplant. Insgesamt sind 15 Verhandlungstage vorgesehen.

Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 21 Ks 9/26 geführt. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, geht aus der Terminübersicht noch nicht hervor.

Quelle: Landgericht Potsdam