Das Landgericht Potsdam hat den für den 23. September angesetzten Termin aufgehoben. Damit ist der Streit über das Ende des Pachtvertrags abgeschlossen, während Potato Brothers das Gelände bereits seit Pfingsten bewirtschaftet.
Die Gemeinde Rangsdorf und die Lido GmbH beendeten das Verfahren nach Angaben des Rathauses im gegenseitigen Einvernehmen. Eine weitere gerichtliche Verhandlung ist deshalb nicht mehr erforderlich.
Das Gelände des Strandbades und die dazugehörigen Gebäude befinden sich bereits seit Januar wieder in der Verfügungsgewalt der Gemeinde. Damit kann Rangsdorf die weitere Entwicklung des Areals nun ohne den bisherigen rechtlichen Vorbehalt planen.
Gemeinde übernahm Gelände im Januar
Eine Gerichtsvollzieherin übergab der Gemeinde das Strandbad am 13. Januar 2026. Anschließend ließ Rangsdorf zunächst den Zustand der Gebäude und technischen Anlagen prüfen.
Fachleute kontrollierten die Elektrik. Auf dem Gelände wurden Müll, Zäune und morsche Palettenmöbel entfernt.
Die Gemeinde erneuerte außerdem die Sanitäranlagen. Die Arbeiten sollten das Areal auf eine erneute Bewirtschaftung vorbereiten und die Aufenthaltsqualität verbessern.
Potato Brothers betreibt das Strandbad
Für die weitere Nutzung des Lido-Geländes führte die Gemeinde eine Ausschreibung durch. Dabei setzte sich der Berliner Street-Food-Anbieter Potato Brothers durch.
Der neue Pächter ist seit Pfingsten auf dem Gelände tätig. Das Unternehmen bietet Speisen und Getränke an und hat nach Angaben der Gemeinde bereits mehrere Veranstaltungen organisiert.
Zum Aufgabenbereich des Betreibers gehören außerdem die Sauberkeit des Areals und die Pflege der Toiletten. Die Gemeinde bewertet die bisherige Entwicklung positiv.
Gerichtstermin wurde aufgehoben
Ursprünglich sollte eine Verhandlung im Mai Klarheit über die rechtliche Zukunft des Strandbades schaffen. Das Landgericht Potsdam verschob diesen Termin zunächst auf den 23. September.
Am 15. Juli hob das Gericht die angesetzte Verhandlung auf. Hintergrund ist die einvernehmliche Beendigung des Streits zwischen der Gemeinde und der Lido GmbH.
Bis zu dieser Klärung bestand nach Darstellung der Gemeinde die Möglichkeit, dass das Gericht eine erneute Übergabe des Strandbades an die Lido GmbH anordnen könnte. Dieser Vorbehalt ist nun entfallen.
Gemeinde will Standort weiterentwickeln
Rangsdorf betrachtet das Lido als traditionsreichen Ort am See. Das Gelände war in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt Veränderungen unterworfen.
Für die Gemeinde bleibt der Standort ein wichtiger Treffpunkt und ein touristisches Ziel. Mit dem Ende des Rechtsstreits soll nun ein neues Kapitel für das Strandbad beginnen.
Konkrete weitere Bau- oder Investitionsvorhaben nennt die Pressemitteilung noch nicht. Die rechtliche Einigung schafft jedoch die Grundlage für eine längerfristige Entwicklung des Areals unter dem neuen Pächter.
Quelle: Gemeinde Rangsdorf, Pressemitteilung des Bürgermeisters vom 24. August 2026