Die Stadt Zittau entwickelt einen nachhaltigen Mobilitätsplan für das gesamte Stadtgebiet und seine Ortsteile. Bei einer Bürgerveranstaltung sollen konkrete Prioritäten entstehen, die anschließend in die weitere Planung einfließen.

Die zweite öffentliche Veranstaltung zum Mobilitätsplan findet am Mittwoch, 9. September 2026, statt. Von 17.30 bis 19.30 Uhr können die Teilnehmer über die künftige Gestaltung des Verkehrs in Zittau diskutieren.

Im Mittelpunkt stehen sichere Fußwege, bessere Bedingungen für Radfahrer, ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr und die Rolle des Autos. Die Stadt möchte erfahren, welche Themen den Einwohnern besonders wichtig sind.

Erste Verkehrsdaten liegen vor

Die Arbeit am Mobilitätsplan begann im März 2026. Seitdem hat das Planungsteam Verkehrsdaten erhoben und die bestehende Mobilitätssituation untersucht.

Hinweise und Erfahrungen aus der Stadtgesellschaft ergänzen die fachlichen Analysen. Bei der Veranstaltung stellt das Planungsteam die wichtigsten bisherigen Ergebnisse vor.

Dabei geht es um erkennbare Schwachstellen, häufig genannte Probleme und mögliche Chancen für die weitere Entwicklung. Diese Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für die anschließende Diskussion.

Bürger sollen Prioritäten benennen

Die Teilnehmer können ihre Vorstellungen für Fußverkehr, Radverkehr, Busse, Bahnen und den motorisierten Individualverkehr einbringen. Gefragt sind nicht nur konkrete Probleme, sondern auch gewünschte Qualitäten für die einzelnen Verkehrsarten.

Die Hinweise sollen zeigen, welche Schwerpunkte Zittau in den kommenden Jahren setzen sollte. Alle Anregungen fließen nach Angaben der Stadt in die weitere Erarbeitung des Mobilitätsplans ein.

Die Beteiligung umfasst neben der Kernstadt ausdrücklich auch die Zittauer Ortsteile. Damit sollen unterschiedliche Wege, Bedürfnisse und örtliche Bedingungen berücksichtigt werden.

Mobilitätsplan verbindet mehrere Bereiche

Ein nachhaltiger Mobilitätsplan wird international als Sustainable Urban Mobility Plan, kurz SUMP, bezeichnet. Er betrachtet Verkehr nicht als isoliertes Thema.

Stadtentwicklung, Umweltschutz und soziale Fragen werden gemeinsam mit den unterschiedlichen Verkehrsarten geplant. Maßnahmen für Fußgänger, Radfahrer, den öffentlichen Nahverkehr und Autos sollen aufeinander abgestimmt werden.

Der Bund unterstützt Kommunen bei der Erstellung solcher Konzepte. Ein wichtiges Ziel ist die frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung.

Veranstaltung findet in der Hochwaldstraße statt

Die Bürgerveranstaltung beginnt am 9. September um 17.30 Uhr im Gebäude Hochwaldstraße 21 b mit der Bezeichnung „Villa“. Sie endet planmäßig um 19.30 Uhr.

Die Stadt bittet Interessierte um eine Rückmeldung bis zum 2. September 2026. Anmeldungen nimmt die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft unter der E-Mail-Adresse [info@stadtentwicklung-zittau.de](mailto:info@stadtentwicklung-zittau.de) entgegen.

Fertigstellung ist bis Mitte 2027 geplant

Die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft erarbeitet den Mobilitätsplan gemeinsam mit den Planungsbüros PTV und STRATMO. Das fertige Konzept soll bis Mitte 2027 vorliegen.

Die Fachleute stimmen die geplanten Strategien mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept und dem Klimaschutzkonzept der Stadt ab. Berücksichtigt werden außerdem die historische Innenstadt, die Ortsteile, die Lage im Dreiländereck und die demografische Entwicklung.

Quelle: Stadt Zittau, Pressemitteilung vom 26. August 2026