Das Wachstum im südlichen Barnim verändert inzwischen die gesamte Bildungsplanung der Region. Seit 2011 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Landkreis um 27 Prozent gestiegen. Besonders stark betroffen sind Bernau, Panketal und Ahrensfelde. Nun soll ein neues Gymnasium in Ahrensfelde einen Teil des Drucks auffangen – zunächst allerdings in einem Interimsgebäude in Lindenberg.

Der Übergangsstandort ist für die Schuljahre 2026/27 bis 2029/30 vorgesehen.

Barnim-Gymnasium hat mehr als 1.200 Schüler

Besonders dringend ist die Entlastung in Bernau.

Das Barnim-Gymnasium unterrichtet bereits mehr als 1.200 Schülerinnen und Schüler und gilt als größtes Gymnasium Brandenburgs.

Ein Erweiterungsbau mit 19 zusätzlichen Unterrichtsräumen und einer vergrößerten Mensa wurde zwar bereits 2025 eröffnet. Das grundsätzliche Bevölkerungswachstum im südlichen Kreisgebiet geht jedoch weiter.

Neue Schule soll Schulwege verkürzen

Viele Jugendliche aus Ahrensfelde und umliegenden Gemeinden besuchen bislang Schulen in Bernau oder anderen Orten.

Ein eigener Gymnasialstandort kann deshalb nicht nur Bernauer Schulen entlasten, sondern auch tägliche Buswege verkürzen.

Weitere Schulstandorte sind vorgesehen

Der Landkreis betrachtet das Gymnasium Ahrensfelde nicht als Einzelmaßnahme.

Die langfristige Bildungsstrategie sieht auch zusätzliche beziehungsweise weiterentwickelte Standorte in Panketal und Bernau vor.

Damit wird deutlich, dass der Schulplatzbedarf keine kurzfristige Spitze ist, sondern strukturell mit dem Wachstum des Berliner Umlands zusammenhängt.

Quellen

Landkreis Barnim: Gymnasium Ahrensfelde – Hintergrund und Zeitplan

Landkreis Barnim: Entwicklung des Barnim-Gymnasiums Bernau