Berlin wird in den kommenden Tagen erneut zum Treffpunkt der internationalen Technikbranche. Die IFA 2026 beginnt am Donnerstagabend mit einer Eröffnungsveranstaltung im Internationalen Congress Centrum. Vom 4. bis 8. September präsentieren Unternehmen und Start-ups auf dem Messegelände neue Produkte aus Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten, digitaler Kommunikation und vernetztem Wohnen.
Die offizielle „IFA Opening Night“ beginnt am 3. September um 18.30 Uhr. Bürgermeisterin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey soll die Messe mit einem Grußwort eröffnen. Zu dem Galaabend im ICC werden nach Angaben des Landes Berlin rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur erwartet.
Eröffnung kehrt in das ICC zurück
Der Auftakt im Internationalen Congress Centrum hat für Berlin auch eine symbolische Bedeutung. Das markante Gebäude unmittelbar am Messegelände wurde 1979 eröffnet, später jedoch für den regulären Betrieb geschlossen. Die IFA-Veranstaltung soll nun zeigen, wie das ICC künftig wieder stärker genutzt werden könnte.
Am Freitagmorgen folgt der traditionelle Eröffnungsrundgang über das Messegelände. Berlins Bürgermeister und Senator für Finanzen, Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Stefan Evers, wird dabei von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger begleitet. Der Rundgang beginnt um 8.45 Uhr.
Evers will sich nach Angaben der Senatskanzlei über aktuelle Entwicklungen und neue Produkte der Branche informieren. Berlin betrachtet die IFA zugleich als wirtschaftspolitisches Schaufenster. Die Messe bringt Hersteller, Händler, Investoren, Medienvertreter und Verbraucher zusammen und sorgt während der Veranstaltung für zusätzliche Nachfrage bei Hotels, Gastronomie und Dienstleistern.
KI und vernetzte Geräte im Mittelpunkt
Inhaltlich reicht das Angebot von klassischen Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik bis zu Künstlicher Intelligenz, Smart-Home-Anwendungen und nachhaltiger Technik. Weitere Bereiche beschäftigen sich mit digitaler Kommunikation, Mobilität, Gesundheitstechnologie und Werkzeugen für die Produktion von Fotos und Videos.
Die Aussteller wollen zeigen, wie technische Systeme stärker miteinander verbunden werden. Dazu gehören Haushaltsgeräte, die ihren Energieverbrauch automatisch steuern, Fernseher mit neuen Bildtechnologien sowie Anwendungen, die mithilfe Künstlicher Intelligenz Sprache, Bilder oder persönliche Einstellungen verarbeiten.
Auch die Verbindung zwischen Technik und Gesundheit gewinnt auf der Messe an Gewicht. Tragbare Messgeräte, digitale Gesundheitsanwendungen und vernetzte Geräte für das eigene Zuhause gehören zu den angekündigten Themen. Hinzu kommen Lösungen für Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und digitale Verkehrsangebote.
Messe öffnet fünf Tage
Die IFA ist vom 4. bis 8. September geöffnet. Fachbesucher können das Messegelände an allen fünf Tagen jeweils von 9.30 bis 18 Uhr betreten. Für private Besucher beginnt die Messe am Freitag um 12 Uhr. Von Samstag bis Dienstag sind die Hallen für das allgemeine Publikum jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Neben den Ausstellungsflächen gibt es mehrere Bühnen für Vorträge, Gesprächsrunden und Produktvorstellungen. Das Programm ist in verschiedene Themenbereiche gegliedert. Damit richtet sich die IFA nicht nur an Käufer und Händler, sondern zunehmend auch an Gründer, Entwickler und Produzenten digitaler Inhalte.
Berlin setzt auf internationale Wirkung
Der Senat verbindet mit der Messe den Anspruch, Berlin als europäischen Innovationsstandort zu stärken. Wirtschaftssenatorin Giffey bezeichnet die IFA als Verbindung von technischen Ideen, wirtschaftlichem Wachstum und konkreten Anwendungen für den Alltag.
Für die Hauptstadt ist die Veranstaltung deshalb mehr als eine große Produktschau. Sie soll internationale Unternehmen an Berlin binden, neue Geschäftskontakte ermöglichen und die Messewirtschaft stärken. Die Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Partnern sichert den Standort Berlin nach bisherigen Vereinbarungen mindestens bis 2034.
Ob die präsentierten Neuheiten anschließend tatsächlich den Massenmarkt erreichen, entscheidet sich allerdings erst nach der Messe. In den kommenden Tagen bietet die IFA Herstellern zunächst die Möglichkeit, Produkte öffentlich vorzustellen und Reaktionen von Händlern, Fachleuten und Verbrauchern einzuholen.
Quellen:
Senatskanzlei Berlin