Berlin bereitet sich mit großen Reserven auf die Wahlen am 20. September vor. Mehr als 7,7 Millionen Stimmzettel werden für die Abstimmungen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen produziert. Die hohe Zahl ist auch eine direkte Konsequenz aus den Erfahrungen der Pannenwahl 2021.
3,97 Millionen Stimmzettel fürs Abgeordnetenhaus
Für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus werden rund 3,97 Millionen Stimmzettel gedruckt.
Hinzu kommen etwa 3,8 Millionen Exemplare für die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen.
Zum Abgeordnetenhaus sind rund 2,5 Millionen Menschen wahlberechtigt.
Bei den Bezirkswahlen liegt die Zahl mit etwa 2,75 Millionen höher, weil dort unter bestimmten Voraussetzungen auch EU-Bürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen können.
Berlin plant mit 140 Prozent
Die Landeswahlleitung beschafft Stimmzettel im Umfang von ungefähr 140 Prozent der Zahl der Wahlberechtigten.
Damit soll sichergestellt werden, dass in den Wahllokalen ausreichend Material vorhanden ist.
Bei der Wahl 2021 hatte es unter anderem lange Schlangen sowie fehlende oder vertauschte Stimmzettel gegeben.
Diese Erfahrungen prägen die Vorbereitung auf den kommenden Wahlsonntag weiterhin.
Ein Stimmzettel für zwei Stimmen
Auch technisch gibt es Veränderungen.
Bei der Abgeordnetenhauswahl werden Erst- und Zweitstimme diesmal auf einem gemeinsamen Stimmzettel abgegeben.
Zuvor gab es dafür getrennte Zettel.
Die Veränderung soll Abläufe vereinfachen.
Wahlbenachrichtigungen werden ab Montag verschickt
Der 7. August war der Stichtag für die Erstellung der Wahlverzeichnisse.
Ab Montag sollen die Wahlbenachrichtigungen versendet werden.
Auch bereits beantragte Briefwahlunterlagen gehen dann auf den Weg.
Neu ist außerdem, dass Briefwahlanträge neben Post und persönlicher Vorsprache auch per E-Mail gestellt werden können.
Damit wird die Berlin-Wahl ab der kommenden Woche für Millionen Hauptstadtbewohner unmittelbar sichtbar.
Quellen
Landeswahlleitung Berlin – Informationen zu den Berliner Wahlen am 20. September 2026.