Berlin will die Kommunikationsnetze der Hauptstadt besser gegen schwere Stromausfälle absichern. Der Senat hat dafür ein Maßnahmenpaket beraten, das aus den Erfahrungen früherer Ausfälle entwickelt wurde.

Anschläge legten Schwachstellen offen

Wie die Senatskanzlei mitteilt, führten Brandanschläge auf die Strominfrastruktur im September 2025 und Januar 2026 zu erheblichen Problemen bei Festnetz, Mobilfunk und Internet.

Betroffene konnten teilweise nur eingeschränkt telefonieren oder amtliche Warnmeldungen empfangen.

Zwölf Maßnahmen beschlossen

Das neue Resilienz-Konzept umfasst zwölf konkrete Maßnahmen. Ziel sind stabilere Netze und eine schnellere Wiederherstellung der Kommunikation nach Ausfällen.

Meldeketten zwischen Behörden und Unternehmen sollen dafür verbessert werden.

Netzbetreiber üben Krisenfälle

Mobilfunkanbieter sollen künftig stärker in Krisenübungen des Landes eingebunden werden. Gleichzeitig sollen Telekommunikationsnetze fester Bestandteil des Berliner Lagebildes werden.

Damit reagiert das Land auf die wachsende Bedeutung funktionierender Kommunikation für Bevölkerung und Behörden.

Notfallkommunikation im Fokus

Der Senat betrachtet stabile Kommunikationswege als Bestandteil der öffentlichen Sicherheit. Besonders in längeren Stromausfällen sollen Bürger und Einsatzkräfte zuverlässiger erreichbar bleiben.

Quelle

Senatskanzlei Berlin, Pressemitteilung vom 11. August 2026.