30 Meter lange Installation entsteht am Brandenburger Tor

65 Jahre Berliner Mauer: Hauptstadt bereitet viertägiges Erinnerungsprogramm vor

Am 13. August jährt sich der Beginn des Mauerbaus zum 65. Mal. Berlin erinnert vier Tage lang mit Ausstellungen, Zeitzeugengesprächen, Konzerten, Führungen und Gedenkveranstaltungen an Teilung, Flucht und die Opfer des Grenzregimes.

Von Sebastian Krüger 2 Min. Lesezeit

Teilen

Am kommenden Donnerstag liegt der Beginn des Berliner Mauerbaus genau 65 Jahre zurück. Die Hauptstadt bereitet dafür eines der umfangreichsten Erinnerungsprogramme der vergangenen Jahre vor. Vom 13. bis 16. August finden am Brandenburger Tor, an der Bernauer Straße und an zahlreichen weiteren historischen Orten Ausstellungen, Führungen, Lesungen, Filme und Gespräche mit Zeitzeugen statt.

Zentraler Ort wird unter anderem das Brandenburger Tor. Dort entsteht eine Open-Air-Ausstellung mit einer rund 30 Meter langen Installation.

Am 13. August 1961 begann die Abriegelung

In der Nacht zum 13. August 1961 begann die DDR-Führung, die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin abzuriegeln.

Straßen wurden aufgerissen, Stacheldraht gezogen und Verkehrsverbindungen unterbrochen.

Aus provisorischen Sperren entwickelte sich in den folgenden Jahren ein hochgesichertes Grenzsystem, das Berlin für mehr als 28 Jahre teilte.

Zentrale Gedenkveranstaltung an der Bernauer Straße

Am 13. August findet um 10 Uhr in der Gedenkstätte Berliner Mauer die zentrale Gedenkveranstaltung statt.

Jörg und Franz Hildebrandt berichten dort über ihre Familiengeschichte an der Bernauer Straße. Ihr Vater beziehungsweise Urgroßvater Helmut Hildebrandt leitete 1961 den letzten Gottesdienst in der Versöhnungskirche, bevor das Gebäude im Grenzstreifen unzugänglich wurde.

Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist mit einer Rede angekündigt.

Treptow-Köpenick erinnert an getötete Kinder

Auch in den Bezirken gibt es eigene Veranstaltungen.

Treptow-Köpenick lädt am 13. August zu einem Gedenken entlang des ehemaligen Grenzverlaufs ein. Dabei wird unter anderem an Jörg Hartmann und Lothar Schleusener erinnert.

Die beiden Kinder waren zehn und 13 Jahre alt, als sie 1966 an der Grenze von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurden.

Zeitzeugen werden immer wichtiger

65 Jahre nach dem Mauerbau verändert sich die Erinnerungskultur.

Menschen, die den 13. August 1961 bewusst erlebt haben, werden weniger. Umso wichtiger werden dokumentierte persönliche Erinnerungen und die Weitergabe innerhalb von Familien.

Das Berliner Programm setzt deshalb stark auf Zeitzeugengespräche.

Erinnerung wird über die ganze Stadt verteilt

Neben den zentralen Veranstaltungen gehören Konzerte, Führungen, Filme und Lesungen zum Programm.

Damit wird die Geschichte der Mauer nicht ausschließlich an einer einzelnen Gedenkstätte erzählt, sondern an unterschiedlichen Orten entlang der früheren Teilungslinie.

Quellen

Stiftung Berliner Mauer: Programm zum 65. Jahrestag des Mauerbaus

Berlin.de: „65 Jahre Mauerbau“, 13. bis 16. August 2026

Bezirksamt Treptow-Köpenick: Gedenken an die Opfer der Berliner Mauer

Themen: BerlinDDRBerliner MauerMauerbauGedenken13. August 1961

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Zara-Mutter Inditex soll Gebäude in Düsseldorf, Frankfurt und am Kurfürstendamm übernehmen Peek & Cloppenburg droht Verlust von drei großen Modehäusern – auch Berlin betroffen Der Modehändler Peek & Cloppenburg könnte drei seiner bekanntesten Standorte verlieren. Nach Medienberichten sollen die großen Modehäuser in Düsseldorf, Frankfurt und Berlin künftig an den spanischen Handelskonzern Inditex vermietet werden. Besonders brisant: Die Immobilien werden von einer Gesellschaft aus dem Umfeld der Eigentümerfamilie verwaltet. P&C bestätigt die Schließungsberichte bislang nicht.

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Politik

Alle Beiträge