35 Stände in Friedrichshain – mehr Sicherheitspersonal nach CSD-Anschlag

„Jetzt erst recht“: Queeres Parkfest findet heute mit verstärkter Sicherheit statt

Das Queere Parkfest in Friedrichshain findet am heutigen Samstag trotz der Terrorattacke beim Berliner CSD statt. Die Veranstalter haben das Sicherheitskonzept verschärft. Absagen von Vereinen, Standbetreibern oder Künstlern gab es nicht.

Von Sophie Albrecht 1 Min. Lesezeit

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Wenige Wochen nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day findet am heutigen Samstag das Queere Parkfest in Friedrichshain statt. Die Veranstalter wollen sich von der Terrorattacke nicht einschüchtern lassen. Gleichzeitig wurden die Sicherheitsmaßnahmen deutlich verstärkt.

35 Stände sind angekündigt

Das Fest findet im umzäunten Freiluftkino Friedrichshain statt.

Insgesamt präsentieren sich dort nach Angaben der Organisatoren 35 Vereine, Initiativen und politische Organisationen.

Trotz der angespannten Situation nach dem CSD-Anschlag habe keiner der Standbetreiber oder angekündigten Künstler seine Teilnahme abgesagt.

Für die Organisatoren ist das ein bewusstes Signal.

Sicherheitsteam wächst von sieben auf elf Personen

Deutlich verändert wurde dagegen der Sicherheitsbereich.

Ursprünglich waren sieben Sicherheitskräfte für das Parkfest vorgesehen. Nun sollen elf Personen eingesetzt werden.

Am einzigen Zugang zum Gelände werden Taschen kontrolliert.

Zusätzliche Sicherheitsmitarbeiter sollen sich zudem innerhalb des Festgeländes bewegen.

Auch für Fahrzeuge, die Material anliefern, gelten strengere Regeln.

Feiern trotz Angst und Trauer

Die Stimmung innerhalb der queeren Community ist nach dem Anschlag weiterhin von Trauer, Wut und Unsicherheit geprägt.

Gerade deshalb möchten die Veranstalter das Fest nicht absagen.

Das Parkfest soll zeigen, dass öffentliches queeres Leben in Berlin weiter stattfindet.

Dabei geht es neben Unterhaltung auch um Sichtbarkeit, Begegnung und politische Arbeit.

Veranstaltung bekommt neue Bedeutung

Ein Parkfest, das in früheren Jahren vor allem als entspannter Sommertreff wahrgenommen wurde, steht diesmal unter völlig anderen Vorzeichen.

Die Frage nach Sicherheit begleitet inzwischen viele öffentliche Veranstaltungen der Community.

Gleichzeitig soll verhindert werden, dass Angst dazu führt, dass sich queere Menschen aus dem öffentlichen Raum zurückziehen.

Damit wird das heutige Fest auch zu einem Zeichen dafür, wie Berlin nach dem CSD-Anschlag mit den Folgen der Tat umgeht.

Quellen

rbb24 – „‚Jetzt erst recht‘: So soll das Queere Parkfest sicher über die Bühne gehen“ – August 2026.

Themen: BerlinSicherheitFreiluftkinoFriedrichshainCSDQueeres ParkfestLGBTQ

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