Schulabbrüche oder schwierige Lebensphasen müssen nicht automatisch das Ende einer beruflichen Perspektive bedeuten. In Berlin bietet das Streetcollege jungen Menschen alternative Möglichkeiten für Bildung und Berufsorientierung. Am heutigen Montag steht die Einrichtung in Kreuzberg im Mittelpunkt eines Besuchs der Bildungssenatorin.

Katharina Günther-Wünsch kommt um 11.45 Uhr in die Graefestraße.

Vorgestellt werden das außerschulische Bildungsangebot und Wege zum Erwerb von Schul- und Berufsabschlüssen.

Zweite Bildungswege können entscheidend sein

Nicht jeder Jugendliche kommt im klassischen Schulsystem gleichermaßen zurecht.

Persönliche Krisen, familiäre Probleme, Lernschwierigkeiten oder andere Faktoren können dazu führen, dass junge Menschen eine Schule ohne Abschluss verlassen.

Damit sinken häufig auch ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Angebote des zweiten Bildungsweges versuchen, diese Entwicklung zu korrigieren.

Berufsorientierung gehört zum Konzept

Das Streetcollege beschränkt sich nicht auf formale Abschlüsse.

Auch Berufsorientierung gehört zum Angebot.

Damit sollen junge Menschen nicht lediglich einen Abschluss erwerben, sondern eine realistische Perspektive für die Zeit danach entwickeln.

Der heutige Besuch bietet Gelegenheit, Erfahrungen direkt mit Teilnehmern und Projektverantwortlichen zu diskutieren.

Für die Berliner Bildungspolitik ist das Thema relevant: Erfolgreiche Bildungspolitik zeigt sich nicht nur daran, wie viele Schüler regulär ihren Abschluss erreichen, sondern auch daran, welche Chancen diejenigen erhalten, bei denen der erste Weg nicht funktioniert hat.

Quellen

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin – Besuch des Streetcollege am 10. August 2026