Vom PETRI Berlin bis zum Humboldt Forum wird am Sonntag die archäologische Geschichte der Hauptstadt sichtbar

Unter Berlins Straßen liegt die alte Stadt: Spaziergang führt zu den Spuren von Alt-Cölln

Berlin wächst seit Jahrhunderten Schicht für Schicht. Ein geführter Spaziergang zeigt am Sonntag archäologische Spuren der frühen Doppelstadt Berlin-Cölln. Die Route führt vom PETRI Berlin durch Alt-Cölln in Richtung Humboldt Forum. Beginn ist um 14 Uhr, die Führung dauert rund 90 Minuten.

Von Miriam Seidel 2 Min. Lesezeit

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Das verschwundene Berlin: Archäologische Spurensuche mitten in der Hauptstadt
Symbolbild (KI-generiert)

Unter Straßen, Neubauten und Plätzen von Berlin-Mitte liegen die Reste einer wesentlich älteren Stadt. Am Sonntag lädt das PETRI Berlin zu einem geführten Spaziergang auf den Spuren von Alt-Cölln ein. Zwischen PETRI und Humboldt Forum sollen verlorene Lebenswelten, verschwundene Orte und erhaltene archäologische Spuren sichtbar werden.

Berlin bestand ursprünglich aus zwei Städten

Die heutige Hauptstadt entwickelte sich aus mehreren historischen Siedlungskernen.

Zu den wichtigsten gehörten Berlin und Cölln auf gegenüberliegenden Seiten der Spree.

Vieles davon ist im modernen Stadtbild überbaut oder nur noch indirekt zu erkennen.

Genau hier setzt der Archäologische Pfad Berlin an.

Spaziergang beginnt am PETRI Berlin

Treffpunkt ist das PETRI Berlin in der Kleinen Gertraudenstraße 8.

Die Führung beginnt am Sonntag um 14 Uhr und dauert bis etwa 15.30 Uhr.

Von dort führt die Route durch Bereiche des historischen Alt-Cölln in Richtung Humboldt Forum.

Verlorene Lebenswelten sollen sichtbar werden

Die Führung konzentriert sich nicht auf repräsentative Fassaden.

Stattdessen geht es um Bodenspuren, verschwundene Orte und archäologische Hinweise auf das alltägliche Leben früherer Bewohner.

Das Hauptstadtportal beschreibt die Tour als Möglichkeit, „verlorene Lebenswelten“ und originale Spuren zu erkunden.

Damit richtet sich der Blick auf eine Seite Berlins, die im normalen Stadtverkehr leicht übersehen wird.

Archäologie trifft moderne Innenstadt

Besonders interessant ist der starke Kontrast.

Heute gehören Rathaus, Museumsinsel, Humboldt Forum, Büros, Straßen und touristische Orte zum dicht bebauten Zentrum.

Doch viele dieser Flächen waren bereits Jahrhunderte zuvor bewohnt.

Archäologische Untersuchungen ermöglichen es, diese älteren Stadtschichten wieder sichtbar zu machen.

Teilnahme kostet zehn Euro

Die Führung kostet zehn Euro einschließlich Eintritt.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können nach Angaben des Landesdenkmalamtes kostenlos teilnehmen, müssen jedoch von einer erwachsenen Aufsichtsperson begleitet werden. Eine vorherige Buchung ist erforderlich.

Die Route wird als rollstuhlgeeignet beschrieben, wobei eine Begleitperson empfohlen wird.

Ein anderes Bild von Berlin

Berlin wird häufig über das 20. Jahrhundert erzählt: Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Teilung und Wiedervereinigung.

Der archäologische Spaziergang verschiebt diese Perspektive.

Er zeigt eine Hauptstadt, deren Geschichte weit vor Reichstag, Fernsehturm und Berliner Mauer begann.

Quellen

Land Berlin – Veranstaltungskalender des Landesdenkmalamtes

Berlin.de – „Spaziergang durch die Zeit(en): Archäologie in Berlin-Mitte“

PETRI Berlin / Museumsportal Berlin

Themen: BerlinStadtgeschichteArchäologieBerlin-MitteCöllnPETRI BerlinHumboldt Forum

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