Das Medizinforum „Gesund an der Peene“ widmet sich am 16. September dem Schlaganfall, dessen Warnzeichen schnelle Reaktionen verlangen, und eine leitende Oberärztin der Neurologie erklärt in Anklam, wie Betroffene und Angehörige im Ernstfall richtig handeln.
Vortrag erklärt den Notfall
Der öffentliche Vortrag beginnt nach dem Veranstaltungskalender der Hansestadt um 15.30 Uhr und dauert bis 16.30 Uhr. Als Referentin ist Dr. Susanne Letzel angekündigt, leitende Oberärztin der Klinik für Neurologie. Der Titel „Mit einem Schlag ist alles anders. Einen Schlaganfall erkennen und richtig handeln“ macht deutlich, dass die Veranstaltung medizinisches Wissen mit konkreten Handlungshinweisen verbinden soll. Veranstaltungsort der Reihe ist das Anklamer Klinikum.
Warnzeichen verlangen Tempo
Ein Schlaganfall ist ein akuter Notfall. Typische Auffälligkeiten können plötzlich auftreten und unterschiedliche Fähigkeiten betreffen. Dazu gehören etwa ein einseitig hängender Mundwinkel, eine Schwäche oder Taubheit auf einer Körperseite sowie eine undeutliche oder nicht verständliche Sprache. Auch plötzlich einsetzende Sehprobleme, starker Schwindel oder ungewöhnlich heftige Kopfschmerzen können Warnzeichen sein. Solche Symptome müssen professionell beurteilt werden; eine öffentliche Informationsveranstaltung ersetzt keine Untersuchung und keine
Notfallversorgung.
Entscheidend ist, bei einem Verdacht keine Zeit zu verlieren und den Rettungsdienst über 112 zu verständigen. Betroffene sollten nicht selbst fahren. Für die Einsatzkräfte ist hilfreich, wann die Symptome erstmals beobachtet wurden oder wann die Person zuletzt ohne Beschwerden gesehen wurde. Angehörige können zudem vorhandene Medikamentenlisten bereithalten. Der Vortrag kann erklären, warum diese Angaben wichtig sind und welche diagnostischen sowie therapeutischen Schritte im Krankenhaus folgen können.
Das Medizinforum schafft einen Rahmen, in dem Fachbegriffe verständlich eingeordnet und allgemeine Fragen gestellt werden können. Gerade bei Erkrankungen, deren Anzeichen leicht fehlgedeutet werden, kann gut vermitteltes Grundwissen Hemmschwellen abbauen. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Menschen mit bekannten Risikofaktoren, sondern ebenso an Angehörige und Interessierte. Wer Warnzeichen erkennt, kann auch bei anderen Personen schneller reagieren.
Der Termin gehört zur Reihe „Gesund an der Peene“, die verschiedene medizinische Themen öffentlich aufgreift. Für den 16. September nennt der städtische Kalender eine Dauer von einer Stunde. Angaben zu Anmeldung oder Teilnahmebedingungen sollten Interessierte vorab beim Veranstalter beziehungsweise über den aktuellen Kalender prüfen. Verständliche Aufklärung kann dazu beitragen, Unsicherheit in einer Ausnahmesituation zu verringern. Bei plötzlich auftretenden Beschwerden gilt unabhängig vom Vortrag: nicht abwarten, sondern sofort den Notruf wählen.
Quellen
Hansestadt Anklam – Veranstaltungskalender: Medizinforum 2026 – Gesund an der Peene