Kooperationsvertrag soll Bildung, Forschung, Technikgeschichte und gesellschaftlichen Dialog stärken

Wismarer phanTECHNIKUM und ISL-E besiegeln langfristige Zusammenarbeit

Das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern und der Wismarer Verein ISL-E haben ihre langjährige Zusammenarbeit offiziell auf eine neue Grundlage gestellt. Ein Kooperationsvertrag soll künftig gemeinsame Projekte in Bildung, Wissenschaft, Berufsorientierung, Technikgeschichte und gesellschaftlichem Wissenstransfer erleichtern.

Von Pressemitteilung 3 Min. Lesezeit

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Neuer Kooperationsvertrag für phanTECHNIKUM und ISL-E in Wismar
Neuer Kooperationsvertrag für phanTECHNIKUM und ISL-E in Wismar Foto: Markus Bolliger

Das Technische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern und der in Wismar gegründete Verein ISL-E – Netzwerk lokale Lebenskultur e.V. haben ihre seit Jahren gewachsene Zusammenarbeit nun vertraglich besiegelt. Unterzeichnet wurde die Vereinbarung am 30. Juli 2026 im phanTECHNIKUM von Michael Rahnfeld, Geschäftsführender Direktor des Technischen Landesmuseums, sowie Lysann Schmidt-Blaahs und Hannes Bergmann für ISL-E.

Mit dem Vertrag schaffen beide Partner einen verbindlichen Rahmen für eine langfristige und transparente Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt stehen vier Bereiche: gemeinsame Sichtbarkeit, gegenseitige Unterstützung, gemeinsame Projektarbeit sowie der Transfer von Wissen in die Zivilgesellschaft.

Bildung, Forschung und Technikgeschichte im Fokus

Die Kooperation soll mehrere fachliche Bereiche miteinander verbinden.

Genannt werden unter anderem Wissenstransfer, wissenschaftliche Weiterbildung, Berufsorientierung, Sammlungspraxis, Technikgeschichte sowie gemeinsame Ausstellungs- und Vermittlungsformate.

Konkrete Projekte sollen künftig jeweils in eigenen Vereinbarungen festgelegt werden.

Damit wollen Museum und Verein flexibler auf neue Themen reagieren und ihre jeweiligen Kompetenzen stärker zusammenführen.

Ausstellung zur Endlagersuche als Beispiel

Wie die Zusammenarbeit bereits in der Vergangenheit funktioniert hat, zeigt die Sonderausstellung „suche:X – nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle“.

Sie wurde gemeinsam von ISL-E, dem Technischen Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung realisiert.

Die Ausstellung beschäftigte sich mit der Frage, wo die rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Reststoffe nach dem deutschen Atomausstieg langfristig gelagert werden sollen.

Begleitet wurde sie von zwei Vortragsveranstaltungen mit Fachleuten sowie anschließenden Podiumsdiskussionen in den Räumen des Museums.

Für beide Partner ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie technische und gesellschaftliche Fragen gemeinsam öffentlich vermittelt werden können.

Rahnfeld spricht von verlässlichem Rahmen

Michael Rahnfeld, Geschäftsführender Direktor des Technischen Landesmuseums Mecklenburg-Vorpommern, verweist auf die bereits langjährige Zusammenarbeit.

Mit dem neuen Vertrag erhalte diese nun einen verlässlichen und dauerhaften Rahmen. Gemeinsame Projekte könnten dadurch gezielter entwickelt und Bildung, Forschung sowie gesellschaftlicher Dialog enger miteinander verbunden werden.

Auch ISL-E-Vorsitzende Lysann Schmidt-Blaahs betont die Bedeutung der Vernetzung.

Gesellschaftlich relevante Themen sollen nach ihrem Verständnis verständlich, sachlich und wissenschaftlich fundiert einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Technische Landesmuseum sei dabei ein bewährter Partner.

ISL-E will ländliche Räume stärken

ISL-E steht für „Integrative StadtLand-Entwicklung“.

Der Verein wurde in Wismar gegründet und will nach eigenen Angaben zur Entwicklung und Stärkung lokaler Lebenskultur in Dörfern und Kleinstädten in ländlichen und strukturschwachen Regionen beitragen.

Dafür arbeitet der Verein mit einem interdisziplinären Netzwerk aus Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis.

Zu den Tätigkeitsfeldern gehören Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliche Tagungen und Diskurse zu sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen, kulturellen und bildungspolitischen Entwicklungsfragen.

Bild zeigt die Unterzeichnung im phanTECHNIKUM

Auf Seite 1 der Pressemitteilung ist die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages dokumentiert.

Das Foto zeigt die Vertreter beider Institutionen im phanTECHNIKUM vor einem Ausstellungsbereich zum Thema Energie. Im Mittelpunkt wird der unterzeichnete Vertrag präsentiert. Die Aufnahme unterstreicht damit den offiziellen Charakter der neuen Vereinbarung.

Langfristige Zusammenarbeit statt Einzelprojekte

Mit dem neuen Vertrag geht die Kooperation über einzelne Veranstaltungen hinaus.

Museum und Verein wollen ihre jeweiligen fachlichen, didaktischen und wissenschaftlichen Kompetenzen künftig systematischer miteinander verbinden.

Für Wismar entsteht damit eine Partnerschaft, die sowohl kulturelle und technische Bildungsarbeit als auch gesellschaftliche Debatten stärker zusammenführen soll.

Quellen

Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern – Pressemitteilung vom 10. August 2026

ISL-E – Netzwerk lokale Lebenskultur e.V.

Bildhinweis

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Technischen Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern und ISL-E im phanTECHNIKUM in Wismar.

Themen: WismarTechnikgeschichteWissenschaftBildungPhanTECHNIKUMTechnisches LandesmuseumISL-EKooperation

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