Waren entscheidet weiter über Zukunft des wichtigen Brückenbauwerks

200 Meter Sensorik überwachen Herrenseebrücke: Belastungstest steht noch im August bevor

Die Zukunft der Herrenseebrücke bleibt eines der zentralen Infrastrukturthemen in Waren. Rund 200 Meter faseroptische Sensoren überwachen inzwischen das Bauwerk. Im August soll zusätzlich ein Belastungstest zeigen, wie tragfähig und stabil die Brücke tatsächlich noch ist.

Von Jan-Hendrik Peters 1 Min. Lesezeit

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Die Herrenseebrücke bleibt auch im August unter besonderer Beobachtung. Waren (Müritz) hat das technische Monitoring des Bauwerks deutlich erweitert. Rund 200 Meter faseroptische Sensorik wurden installiert. Als nächster wichtiger Schritt ist noch in diesem Monat ein Belastungstest vorgesehen.

Die Brücke gehört zu den sensibelsten Verkehrsprojekten der Stadt.

Bereits im Dezember 2025 und März 2026 waren erste Sensoren an der Unterseite des Bauwerks im Bereich der Bahngleise angebracht worden.

Im Juli wurde das Überwachungssystem auf weitere Teile der Konstruktion ausgeweitet.

Sensoren erkennen feinste Veränderungen

Zum Einsatz kommen unterschiedliche Messverfahren.

Schallemissionssensoren erfassen kleinste Geräusche im Material, die auf Belastungen oder Veränderungen hindeuten können.

Faseroptische Sensoren messen Verformungen und mögliche Rissbildungen.

Dadurch kann die Stadt den Zustand der Brücke kontinuierlich beobachten, statt nur in größeren Abständen einzelne Prüfungen durchführen zu lassen.

Stadtvertretung entschied sich gegen schnellen Abriss

Noch zu Beginn des Jahres stand auch ein möglicher Abbruch im Raum.

Stadt und Straßenbauamt Neustrelitz hatten deshalb vorsorglich vereinbart, sowohl Untersuchungen als auch Planungen für einen möglichen Abriss parallel voranzutreiben.

Im Mai entschied die Stadtvertretung jedoch, die Brücke zunächst zu erhalten und weitere Erkenntnisse abzuwarten.

Belastungstest soll reale Tragfähigkeit zeigen

Der angekündigte Belastungstest ist deshalb von besonderer Bedeutung.

Dabei soll untersucht werden, wie sich die Brücke unter realen beziehungsweise kontrollierten Lasten verhält.

Die Ergebnisse können darüber entscheiden, ob das Bauwerk weiter genutzt, eingeschränkt oder später doch ersetzt werden muss.

Für Waren hängt daran erheblich mehr als nur ein einzelnes Bauwerk.

Die Herrenseebrücke und der Schweriner Damm sind zentrale Bestandteile der innerstädtischen Verkehrsführung.

Quellen

Stadt Waren (Müritz) – Bürgerinformationen zur Herrenseebrücke.

Stadt Waren (Müritz) – Erweiterung der technischen Überwachung an der Herrenseebrücke, 17. Juli 2026.

Themen: InfrastrukturVerkehrWaren MüritzBrückeHerrenseebrückeSchweriner Damm

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