In Nordhausen stehen zwei aktuelle Entwicklungen im Mittelpunkt: Auf der stark befahrenen Halleschen Straße haben umfangreiche Fahrbahnsanierungen begonnen, die noch bis zum 20. November 2026 dauern sollen. Gleichzeitig feiern die Städtischen Museen ihr 150-jähriges Bestehen mit einer besonderen Ausstellung in der FLOHBURG. Besucher können dort zahlreiche historische Exponate entdecken, die teilweise erstmals öffentlich gezeigt werden.

Hallesche Straße wird bis November saniert

Seit dem 21. Oktober 2026 laufen auf der Halleschen Straße in Nordhausen Bauarbeiten zur Instandsetzung der Fahrbahnoberfläche.

Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Jacob-Plaut-Straße und der Bielener Straße. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Teilabschnitten.

Nach Angaben der Stadtverwaltung soll die Sanierung bis zum 20. November abgeschlossen werden.

Während der Bauzeit bleibt die Hallesche Straße stadtauswärts weiterhin befahrbar. In der Gegenrichtung müssen Autofahrer dagegen Umleitungen nutzen.

Der Verkehr in Richtung Stadtzentrum wird über die Bielener Straße geführt.

Für Verkehrsteilnehmer mit dem Ziel Nordhausen-Süd wurde bereits eine Umleitung von Bielen über Sundhausen eingerichtet.

Die Zufahrt zu den Gewerbegrundstücken entlang des betroffenen Straßenabschnitts bleibt grundsätzlich möglich. Allerdings sind diese während der Bauarbeiten nur stadtauswärts erreichbar.

Rund 13.000 Fahrzeuge täglich betroffen

Die Hallesche Straße zählt zu den wichtigsten Verkehrsverbindungen Nordhausens.

Nach Angaben der Stadtverwaltung nutzen täglich rund 13.000 Kraftfahrzeuge die Strecke.

Damit können die Bauarbeiten erhebliche Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr haben.

Insbesondere während der Hauptverkehrszeiten müssen Autofahrer mit längeren Fahrzeiten rechnen.

Die Stadtverwaltung bittet Verkehrsteilnehmer, die ausgeschilderten Umleitungen zu beachten.

Mit der Instandsetzung soll die Fahrbahnoberfläche in dem stark beanspruchten Straßenabschnitt verbessert werden.

Städtische Museen feiern 150-jähriges Bestehen

Während auf der Halleschen Straße gebaut wird, steht in der Nordhäuser Kulturlandschaft ein besonderes Jubiläum an.

Die Städtischen Museen Nordhausen blicken in diesem Jahr auf eine 150-jährige Geschichte zurück.

Ihre Anfänge reichen bis in den September 1876 zurück. Damals wurde das erste Nordhäuser Museum in einem einzigen Zimmer eingerichtet.

Aus dieser kleinen Sammlung entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte eine umfangreiche Museumslandschaft mit zahlreichen historischen und kunstgeschichtlichen Exponaten.

Anlässlich des Jubiläums präsentiert die FLOHBURG die Sonderausstellung „150 Jahre Nordhäuser Museen – 150 Jahre Sammeln“.

Die Ausstellung gibt Einblicke in die Vielfalt der Sammlungsbestände und stellt besondere Objekte aus unterschiedlichen Epochen vor.

Von Biedermeier-Kleidern bis zu römischen Münzen

Die Jubiläumsausstellung vereint Exponate aus zahlreichen Sammlungsgebieten.

Zu sehen sind unter anderem besondere Stücke aus der Porzellansammlung, historische Kleidungsstücke und aufwendig bestickte Vereinsfahnen.

Zu den auffälligen Ausstellungsstücken gehört ein himmelblaues Hochzeitskleid aus der Biedermeierzeit.

Daneben präsentiert die FLOHBURG römische Münzen, historische Siegel, Waffen, Zinngegenstände und Möbel.

Auch naturkundliche Sammlungsstücke wie präparierte Käfer und große Muscheln gehören zum Bestand.

Hinzu kommen asiatische Reiseandenken aus dem 19. Jahrhundert, kunsthandwerkliche Gegenstände und ungewöhnliche Kuriositäten.

Die Ausstellung zeigt damit, wie breit gefächert die Sammelinteressen der Nordhäuser Museen im Laufe von anderthalb Jahrhunderten waren.

Zahlreiche Exponate werden nach Angaben der Stadt erstmals öffentlich präsentiert.

Pietà aus dem 15. Jahrhundert gehört zu den Höhepunkten

Ein besonderes Ausstellungsstück ist eine historische Pietà, die um 1480 in der Werkstatt des Bildhauers Tilman Riemenschneider geschaffen wurde.

Das Kunstwerk wurde bereits 1881 für das Nordhäuser Museum erworben.

Damit zählt es zu den ältesten Objekten der städtischen Sammlung.

Die Darstellung der trauernden Maria mit dem toten Christus gehört zu den traditionellen Motiven christlicher Kunst.

Neben der Pietà zählen insbesondere die Münz- und Siegelsammlungen zu den historisch bedeutenden Beständen des Museums.

Die Jubiläumsausstellung ermöglicht es Besuchern, diese Werke gemeinsam mit zahlreichen bislang selten gezeigten Sammlungsstücken zu betrachten.

Wöchentliche Führungen durch die Sonderausstellung

Die Ausstellung „150 Jahre Nordhäuser Museen – 150 Jahre Sammeln“ ist noch bis zum 28. Februar 2027 in der FLOHBURG zu sehen.

Jeden Donnerstag um 15 Uhr findet eine Führung statt.

Dabei erhalten Besucher zusätzliche Informationen über die Geschichte der Museen und ausgewählte Exponate.

Die FLOHBURG ist dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Der reguläre Eintritt beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre haben freien Eintritt.

Mit der Jubiläumsausstellung erinnert die Stadt Nordhausen an ihre lange Museumstradition und macht zugleich einen Teil ihrer historischen Sammlungen für die Öffentlichkeit zugänglich.