Vom 3. bis zum 23. August werden in der Hansestadt Daten über die Ess- und Trinkgewohnheiten der Bevölkerung erhoben. Die Teilnehmer werden nicht frei angeworben, sondern nach einem wissenschaftlichen Verfahren zufällig ausgewählt.
Hinter der Untersuchung steht das Nationale Ernährungsmonitoring, kurz „nemo“. Das Max Rubner-Institut führt die Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat durch. Stendal gehört zu den ausgewählten Untersuchungsorten.
Was essen die Menschen tatsächlich?
Im Mittelpunkt steht nicht nur die Frage, welche Lebensmittel grundsätzlich bevorzugt werden. Erfasst werden soll möglichst genau, was die Teilnehmer an bestimmten Tagen essen und trinken.
Die Ergebnisse sollen ein aktuelles Bild des Lebensmittelverzehrs in Deutschland liefern. Solche Daten können unter anderem zeigen, wie sich Ernährungsgewohnheiten verändern und welche Bevölkerungsgruppen besonders häufig bestimmte Lebensmittel konsumieren.
Einwohner werden zufällig ausgewählt
Die Teilnahme richtet sich an Personen, die nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt und direkt kontaktiert werden. Dadurch soll vermieden werden, dass ausschließlich besonders gesundheitsbewusste oder stark an Ernährung interessierte Menschen an der Studie mitwirken.
Für die Aussagekraft ist entscheidend, dass die Stichprobe möglichst unterschiedliche Altersgruppen und Lebenssituationen abbildet.
Studie läuft drei Wochen
Das Untersuchungsteam hält sich vom 3. bis einschließlich 23. August in Stendal auf. Die Hansestadt informiert ihre Einwohner über das Vorhaben und verweist auf die wissenschaftliche Leitung durch das Max Rubner-Institut.
Die persönlichen Angaben und Ernährungsdaten sollen nach den geltenden wissenschaftlichen und datenschutzrechtlichen Vorgaben verarbeitet werden.
Ergebnisse sollen Politik und Forschung helfen
Aktuelle Ernährungsdaten werden benötigt, um gesundheitliche Entwicklungen besser beurteilen zu können. Sie können unter anderem in Empfehlungen, Forschungsprojekte und politische Entscheidungen einfließen.
Die Untersuchung ist keine individuelle Gesundheitskontrolle. Im Mittelpunkt steht vielmehr ein möglichst realistisches Gesamtbild der Ernährung in Deutschland.
Quellen
Hansestadt Stendal, Ankündigung „Bundesweite Ernährungsstudie in Stendal“, veröffentlicht am 24. Juli 2026.
Max Rubner-Institut, Informationen zum Nationalen Ernährungsmonitoring.
Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Auftrag und Hintergrund des Ernährungsmonitorings.