Wie ernähren sich die Menschen in Deutschland und wie gut sind sie mit wichtigen Nährstoffen versorgt? Diese Fragen untersucht das Nationale Ernährungsmonitoring. Vom 3. bis 23. August 2026 werden dafür auch in Stendal Daten erhoben.
STENDAL. Die Hansestadt wurde nach einem Zufallsverfahren als einer von 120 Untersuchungsorten in Deutschland ausgewählt. Dabei spielten unter anderem die Bevölkerungsdichte und die Größe der Gemeinde eine Rolle.
Das Nationale Ernährungsmonitoring, kurz nemo, wird vom Max Rubner-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat durchgeführt.
Mehr als 3.000 Menschen werden untersucht
Bundesweit sollen mehr als 3.000 Personen zwischen 18 und 80 Jahren befragt und untersucht werden. Die Stichprobe soll stellvertretend für die erwachsene Bevölkerung in Deutschland stehen.
Die für Stendal zufällig ausgewählten Teilnehmer erhalten ein persönliches Einladungsschreiben mit weiteren Informationen zur Studie. Eine freie Anmeldung ist nach den vorliegenden Angaben nicht vorgesehen.
Interviews und Untersuchungen zu Hause
Wer teilnimmt, wird persönlich und telefonisch zu seinem Lebensmittelverzehr befragt. Zusätzlich finden körperliche Untersuchungen und Messungen statt.
Die Termine werden größtenteils bei den Studienteilnehmern zu Hause durchgeführt. Im Auftrag von Oracle Life Sciences sind dafür Mitarbeiter der Infratrend Forschung GmbH in Stendal unterwegs.
Laborwerte und 55 Euro Aufwandsentschädigung
Nach Abschluss der Untersuchungen erhalten die Teilnehmer ihre individuellen Laborwerte sowie eine ausführliche Rückmeldung zu ihrem persönlichen Versorgungsstatus.
Zusätzlich wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 55 Euro gezahlt.
Prof. Dr. Tanja Schwerdtle, Präsidentin des Max Rubner-Instituts, wirbt für eine möglichst hohe Beteiligung:
„Damit später zuverlässige Aussagen für die Gesamtbevölkerung getroffen werden können, ist es wichtig, dass möglichst viele der Eingeladenen mitmachen.“
Grundlage für politische Entscheidungen
Die Ergebnisse sollen zeigen, welche Lebensmittel Erwachsene in Deutschland verzehren und ob die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen ausreichend ist.
Die gewonnenen Daten sind sowohl für die Wissenschaft als auch für politische Entscheidungen relevant. Sie können beispielsweise als Grundlage für ernährungs- und gesundheitspolitische Maßnahmen dienen.
Mit der Studie soll zugleich eine langjährige Datenlücke geschlossen werden. Die letzte vergleichbare bundesweite Untersuchung war die Nationale Verzehrsstudie II, die rund 20 Jahre zurückliegt.
Untersuchungszeitraum in Stendal
Die Erhebungen finden in Stendal vom 3. bis 23. August 2026 statt. Nur die zufällig ausgewählten Personen erhalten eine Einladung zur Teilnahme.
Quelle
Hansestadt Stendal, Büro des Oberbürgermeisters: Information zum Nationalen Ernährungsmonitoring in Stendal.