Für Radfahrer zwischen Seifhennersdorf und Neugersdorf könnte sich eine seit Jahren bestehende Lücke im Wegenetz schließen. Entlang der Staatsstraße S140 ist ein rund 2,6 Kilometer langer Geh- und Radweg vorgesehen. Die Landesdirektion Sachsen hat das Vorhaben bereits genehmigt, der Baustart ist nach Angaben der Stadt für 2026 vorgesehen.
Der Weg soll südlich von Neugersdorf am Höllengrundweg beginnen und parallel zur S140 bis kurz vor Seifhennersdorf führen.
2,5 Meter breite Verbindung
Geplant ist eine Breite von 2,5 Metern. Damit soll ausreichend Platz für Radfahrer und Fußgänger entstehen.
Besonders wichtig ist die Verbindung für Menschen, die zwischen beiden Orten pendeln oder kurze Wege bislang mit dem Auto zurücklegen.
Die S140 ist eine wichtige regionale Verkehrsachse, für Radfahrer aber aufgrund des Autoverkehrs nicht überall attraktiv.
Mittelinsel an der Volksbadstraße vorgesehen
Auf Höhe der Volksbadstraße ist eine Mittelinsel geplant. Sie soll das sichere Überqueren der Fahrbahn erleichtern.
Daneben sind Änderungen im Bereich der S104, barrierefreie Bushaltestellen und Anpassungen an Kreuzungen vorgesehen.
Das Projekt geht damit deutlich über das bloße Asphaltieren eines Radweges hinaus.
Radweg ist Teil eines Landesprogramms
Der Freistaat Sachsen führt das Vorhaben im sogenannten 100-Kilometer-Radwege-Programm.
Ziel ist es, Lücken entlang von Staatsstraßen zu schließen und insbesondere außerorts sichere Alternativen zum Fahren auf der Fahrbahn zu schaffen.
Für Seifhennersdorf ist die Strecke auch touristisch interessant. Die Stadt liegt im Dreiländereck und ist Teil einer Region, in der Rad- und Aktivtourismus eine zunehmende Rolle spielt.
Baustart bleibt entscheidender nächster Schritt
Vorbereitende Baugrunduntersuchungen sind bereits erfolgt. Nun richtet sich der Blick auf die tatsächliche Umsetzung.
Nach mehreren Jahren Planung wäre der Beginn der Bauarbeiten ein wichtiger Schritt, um Seifhennersdorf besser an Neugersdorf anzubinden.
Quellen
Stadt Seifhennersdorf: „S 140 – Gesamtmaßnahme Radweg nördlich Seifhennersdorf“