Mecklenburg-Vorpommern kommt bei der Umsetzung des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität voran. Rund 458 Millionen Euro von insgesamt 1,925 Milliarden Euro sind bereits bewilligt. Das entspricht 23,8 Prozent des Gesamtvolumens und verteilt sich auf 76 Investitionsvorhaben im Land.

Rund eine Milliarde Euro Investitionen angestoßen

Wie das Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, entfalten die bislang bewilligten Mittel ein deutlich größeres Investitionsvolumen. Nach Angaben von Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue stößt jeder Euro aus dem Sondervermögen zwei Euro an Investitionen an.

Mit den bereits bewilligten Mitteln würden damit Investitionen von rund einer Milliarde Euro ausgelöst. Geue verweist darauf, dass die Gelder unter anderem in Städte und Gemeinden, Wissenschaft, Polizei, Digitalisierung und Verkehr fließen. Zugleich sollen Bauwirtschaft, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land gestärkt werden.

Land hat 59 Prozent seiner Mittel bewilligt

Auch bei den unmittelbar vom Land verantworteten Maßnahmen ist ein großer Teil der Mittel bereits vergeben. Von rund 723 Millionen Euro, die dem Land zur Verfügung stehen, sind 426 Millionen Euro bewilligt.

Das entspricht 59 Prozent. Nach Angaben des Ministeriums verteilen sich diese Gelder auf insgesamt 27 Investitionsvorhaben des Landes.

234 Millionen Euro für Sicherheit

Ein besonders großer Anteil fließt in die Innere Sicherheit und den Bevölkerungsschutz. Für Maßnahmen der Polizei und des Bevölkerungsschutzes wurden bereits 234 Millionen Euro bewilligt.

Weitere 129,8 Millionen Euro gehen in Wasserstoff-Großprojekte. Für Forschung und Wissenschaft sind 50,2 Millionen Euro vorgesehen, während knapp sieben Millionen Euro in die Digitalisierung der Landesverwaltung und in die IT-Sicherheit fließen.

Sondervermögen läuft über zwölf Jahre

Das Sondervermögen stellt Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1,925 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren zur Verfügung. Die Landesregierung hat die Gelder im Rahmen des MV-Plans 2035 auf mehrere zentrale Zukunftsbereiche verteilt.

Dazu gehören Bildung, Wissenschaft, Digitalisierung, Verkehr, Energie, Innere Sicherheit und der kommunale Infrastrukturausbau. Ziel ist es, die Infrastruktur langfristig zu modernisieren, die Klimaneutralität voranzutreiben und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu stärken.

Finanzminister Geue sieht in den bereits angestoßenen Investitionen ein wichtiges Signal für Mecklenburg-Vorpommern. Das Sondervermögen solle unter anderem sichere Straßen, leistungsfähige Hochschulen, moderne Polizeistandorte, digitale Verwaltung und klimafreundliche Technologien ermöglichen.

Quelle: Ministerium für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, Pressemitteilung Nr. 54-26 vom 12. August 2026.