39 Absolventinnen und Absolventen der Geoinformationstechnologie haben am Samstag in Schwerin ihre Abschlusszeugnisse erhalten. 24 von ihnen wurden als Vermessungstechniker und 15 als Geomatiker ausgebildet. Vier Absolventen stammen aus Schleswig-Holstein, nachdem beide Bundesländer ihre Ausbildung in diesem spezialisierten Bereich enger verzahnt haben.
39 Absolventen starten ins Berufsleben
Wie das Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, fand die feierliche Zeugnisausgabe am 15. August im historischen Wichernsaal in Schwerin statt.
Vertreter des Innenministeriums, des Landesamtes für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern, des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein sowie der Berufsverbände verabschiedeten die jungen Fachkräfte offiziell ins Berufsleben.
Von den 39 erfolgreichen Absolventen haben 24 den Beruf des Vermessungstechnikers und 15 den Beruf des Geomatikers erlernt.
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bilden gemeinsam aus
Bei der Ausbildung von Geomatikern setzen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein inzwischen auf eine länderübergreifende Zusammenarbeit.
Beide Länder haben für die Abschlussprüfungen einen gemeinsamen Prüfungsausschuss eingerichtet. Die Geschäftsführung liegt beim Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern.
Seit dem vergangenen Jahr besuchen auch Auszubildende aus Schleswig-Holstein gemeinsam mit ihren Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern den Berufsschulunterricht in Schwerin.
Geodaten werden für immer mehr Bereiche benötigt
Die beiden Ausbildungsberufe spielen eine zentrale Rolle für die digitale Infrastruktur. Präzise Geodaten werden unter anderem beim Straßen- und Gebäudebau, für Navigationssysteme, bei Infrastrukturprojekten sowie im Katastrophenschutz benötigt.
Vermessungstechniker arbeiten häufig im Außendienst. Mit Präzisionsinstrumenten vermessen sie Gelände und übertragen geplante Bauvorhaben in die tatsächliche Umgebung.
Geomatiker verarbeiten diese Daten anschließend weiter. Aus den Messwerten entstehen Karten, Pläne, Navigationsanwendungen und komplexe Geoinformationssysteme.
Fachkräftemangel erhöht Bedeutung der Ausbildung
Die beiden Berufe werden im ersten Ausbildungsjahr gemeinsam unterrichtet. Ab dem zweiten Jahr erfolgt die Spezialisierung auf Vermessungstechnik oder Geomatik.
Das Innenministerium sieht in der Nachwuchsgewinnung eine wichtige Antwort auf den Fachkräftemangel im Vermessungs- und Geoinformationswesen. Deshalb wird verstärkt mit Image- und Informationskampagnen für die Ausbildung geworben.
Nach Angaben des Ministeriums hat sich die Zahl der Absolventen inzwischen auf einem stabilen Niveau eingependelt. Gerade angesichts zunehmender Digitalisierung und wachsender Anforderungen an Infrastruktur, Bauplanung und Katastrophenschutz dürfte der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich hoch bleiben.
Quelle: Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern