Schwedt bereitet mit dem geplanten Industriegleis eines der größten Infrastrukturprojekte seiner jüngeren Geschichte vor. Die Verbindung soll die ausgebaute Bahnstrecke Berlin–Stettin über den PCK-Standort direkt mit dem Binnenhafen verknüpfen.

Die Stadt beziffert das Gesamtvorhaben auf rund 100 Millionen Euro. Es gilt als Schlüsselprojekt für die langfristige Entwicklung des Industriestandortes.

Projekt reicht bis ins Jahr 2004 zurück

Die Idee für eine bessere Gleisanbindung des Hafens ist nicht neu. Bereits 2004 begann Schwedt mit den Vorbereitungen, 2006 wurde ein Planfeststellungsbeschluss für eine Verbindung bis zum PCK-Betriebsbahnhof Stendell erteilt.

2011 konnte der erste Bauabschnitt des Hafenanschlusses in Betrieb gehen.

Zweiter Abschnitt soll Lücke schließen

Nun geht es um die Verbindung zwischen der Ausbaustrecke Berlin–Stettin, PCK und dem Hafen.

Die Machbarkeit des Gesamtprojekts wurde nach Angaben der Stadt 2019 bestätigt. Die Stadtverordnetenversammlung fasste im Mai 2024 erneut einen Grundsatz- und Planungsbeschluss.

Planfeststellung bis Anfang 2029

Der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens ist derzeit bis Anfang 2029 vorgesehen. Erst danach können Ausführungsplanung und konkreter Bau beginnen.

Damit bleibt das Industriegleis ein langfristiges Projekt.

Logistik entscheidet über neue Ansiedlungen

Für neue Industriebetriebe ist eine leistungsfähige Bahnverbindung ein Standortfaktor.

PCK, Papierindustrie und Hafen bewegen große Gütermengen. Eine bessere Schienenanbindung könnte Transporte von der Straße verlagern und zugleich neue Unternehmen für Schwedt interessanter machen.

Quelle:

Stadt Schwedt/Oder, Projekt Industriegleis zur Anbindung des Hafens.