Rostock entwickelt sich weit über Hafenbetrieb und Schiffbau hinaus zu einem neuen maritimen Industriestandort. Sechs Infrastrukturprojekte haben Investitionen von knapp 160 Millionen Euro angestoßen. Offshore-Energie, Unterwassertechnik und Sicherheitsforschung wachsen zusammen, während der Hafen zugleich Rekordmengen umschlägt.

113 Millionen Euro Förderung für sechs Projekte

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern wurden in der laufenden Legislaturperiode sechs maritime Infrastrukturvorhaben in Rostock mit rund 113 Millionen Euro unterstützt. Dadurch wurden Gesamtinvestitionen von knapp 160 Millionen Euro ermöglicht.

Das Geld fließt nicht in ein einzelnes Prestigeprojekt. Es verteilt sich auf Hafeninfrastruktur und neue industrielle Flächen mit maritimer Nutzung.

Warnemünder Werftbecken bekommt neue Aufgabe

Ein Schlüsselprojekt ist das ehemalige Werftbecken in Warnemünde. Dort entsteht ein maritimer Gewerbepark für nachhaltige Energietechnologien.

Die Stadt vollzieht damit einen bemerkenswerten Wandel. Ein Gelände mit klassischer Werftgeschichte wird für Offshore-Wirtschaft und neue maritime Technologien vorbereitet.

Offshore und Unterwassertechnik wachsen zusammen

Parallel entwickelt sich der Ocean Technology Campus zu einem Forschungs- und Innovationsstandort für Meerestechnik. Rostock wurde außerdem als Standort des Bundeskompetenzzentrums zur Bergung von Altmunition aus Nord- und Ostsee ausgewählt.

Damit treffen in der Stadt zivile Industrie, Forschung und staatliche Sicherheitsaufgaben aufeinander. Hinzu kommen Aktivitäten rund um Offshore-Windkraft und Wasserstoffwirtschaft.

Rostocker Hafen meldet Rekord

Die Basis dieser Entwicklung bleibt der Hafen. Im vergangenen Jahr wurden dort rund 31 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Nach Angaben des Landes war das ein neuer Höchstwert.

Der Standort ist zugleich Teil des europäischen Kernverkehrsnetzes und verbindet Deutschland mit Skandinavien sowie dem Baltikum.

Rostocks eigentliche Wirtschaftsgeschichte liegt deshalb nicht allein in steigenden Umschlagzahlen. Rund um den Hafen entsteht Schritt für Schritt ein industrielles Netzwerk aus Energie, Meerestechnik, Forschung und spezialisierten Unternehmen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern