Schönebeck bekommt eine neue große Lebensmittelproduktion. Florida Eis investiert rund 25 Millionen Euro in eine moderne Eisfabrik. Bis zu 500 Arbeitsplätze könnten dort in den kommenden Jahren entstehen, wenn das Werk schrittweise seine geplante Kapazität erreicht.
Florida Eis startet am 20. August mit dem Bau
Der offizielle Baustart ist für Donnerstag, den 20. August 2026, vorgesehen. Ministerpräsident Sven Schulze und Florida-Eis-Geschäftsführer Olaf Höhn wollen gemeinsam den Startschuss für das Projekt geben.
Für Schönebeck endet damit eine lange Phase der Vorbereitung. Das Unternehmen plante die Ansiedlung bereits seit mehreren Jahren, der tatsächliche Baubeginn hatte sich jedoch mehrfach verschoben. Noch Ende 2025 hatte die Stadt von einem geplanten Start im Frühjahr 2026 gesprochen.
Bis zu 500 Arbeitsplätze sollen entstehen
Nach aktuellen Angaben der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt könnten in den kommenden Jahren bis zu 500 Arbeitsplätze am neuen Standort entstehen. Damit gehört das Projekt zu den größeren aktuellen Industrieansiedlungen im Salzlandkreis.
Die ursprünglich veröffentlichten Planungen gingen zunächst von bis zu 250 Stellen aus. Die inzwischen deutlich größere Perspektive zeigt, dass Florida Eis den Standort langfristig für einen umfangreicheren Produktionsbetrieb vorbereitet.
45.000 Tonnen Eis pro Jahr geplant
Die Größenordnung wird besonders an der geplanten Produktion sichtbar. Nach aktuellen Projektangaben sollen in Schönebeck künftig rund 45.000 Tonnen Speiseeis pro Jahr hergestellt werden. Die Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.
Damit entsteht in Sachsen-Anhalt nicht lediglich eine zusätzliche kleinere Manufaktur. Der Standort soll Florida Eis deutlich größere Produktionskapazitäten eröffnen und die weitere Expansion des Unternehmens ermöglichen.
Neue Fabrik soll weitgehend eigene Energie erzeugen
Eine Besonderheit liegt im Energiekonzept. Florida Eis plant eine weitgehend energieautarke Produktion mit eigener Energieerzeugung und Technologien zur Rückgewinnung von Energie. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist eine CO₂-freie Eisfabrik.
Das Projekt soll deshalb nicht nur zusätzliche Produktionskapazität schaffen. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und klimafreundliche Lebensmittelproduktion sollen unmittelbar in die Architektur und Technik des neuen Werks einfließen.
Schönebeck gewinnt weiteren Industriestandort
Für Schönebeck fügt sich Florida Eis in eine Reihe neuer beziehungsweise wachsender Unternehmensstandorte ein. Die Stadt hatte die Ansiedlung bereits in ihrer wirtschaftlichen Entwicklungsplanung als wichtiges Projekt hervorgehoben.
Mit 25 Millionen Euro Investition, bis zu 500 möglichen Arbeitsplätzen und einer geplanten Jahresproduktion von 45.000 Tonnen besitzt die Fabrik das Potenzial, den Wirtschaftsstandort weit über den Salzlandkreis hinaus sichtbarer zu machen. Entscheidend wird nun sein, ob der nach mehreren Verschiebungen angesetzte Baustart den Übergang von der jahrelangen Planung in die tatsächliche Umsetzung markiert.
Quelle: Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt; Stadt Schönebeck (Elbe)