Wer derzeit durch den Norden Prenzlaus fährt, kommt an der B109-Baustelle kaum vorbei. Seit Mitte Juni wird die Bundesstraße abschnittsweise grundlegend saniert. Betroffen sind die Stettiner Straße innerhalb der Stadt sowie ein weiterer Abschnitt vor dem Ortseingang Blindow. Nach dem derzeitigen Zeitplan sollen die Arbeiten am 21. August abgeschlossen werden. Bis dahin müssen Autofahrer, Busfahrgäste und Anlieger weiterhin mit wechselnden Sperrungen und Umleitungen rechnen.
Die Dimension der Maßnahme ist erheblich. Allein innerhalb Prenzlaus werden mehrere Abschnitte zwischen Stettiner Tor, Gartenstraße, Straße Am Krankenhaus und Gewerbestraße erneuert. Hinzu kommt ein rund 520 Meter langer Bereich vor Blindow. Insgesamt wird die Arbeit auf sechs aufeinanderfolgende Bauabschnitte verteilt. Fertige Bereiche sollen jeweils wieder für den Verkehr freigegeben werden, bevor der nächste Abschnitt folgt.
Krankenhaus bleibt erreichbar
Besonders sensibel ist der Bereich rund um das Kreiskrankenhaus. Die Kreuzung an der Straße Am Krankenhaus wird während der Bauzeit teilweise offen gehalten. Aus Richtung Innenstadt kann weiterhin zum Krankenhaus beziehungsweise in die Straße An den Bahngleisen abgebogen werden. Wer aus Richtung Pasewalk kommt, erreicht Prenzlau während der aktuellen Verkehrsführung über die Straße am Umspannwerk.
Für die Stadt ist diese Erreichbarkeit entscheidend. Eine Bundesstraßenbaustelle darf nicht dazu führen, dass medizinische Einrichtungen oder Rettungswege unnötig erschwert werden.
Buslinien fahren Umleitungen
Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Die Stadtlinie 447 und die Regionallinie 421 müssen umgeleitet werden. Mehrere Haltestellen können während einzelner Bauphasen nicht angefahren werden, darunter Kreiskrankenhaus, Gewerbestraße, Automeile und Umspannwerk. Ersatzhaltestellen wurden eingerichtet.
Für Fahrgäste bedeutet das längere Wege und teilweise veränderte Abfahrtsorte. Gerade ältere Menschen und Pendler sollten die aktuelle Linienführung vor Fahrtantritt prüfen.
Bauarbeiten sollen Straßenqualität langfristig verbessern
Die Belastung ist beträchtlich, doch die Maßnahme ist nicht auf kurzfristige Ausbesserungen beschränkt. Die Fahrbahndecke der B109 wird über längere Abschnitte erneuert. Ziel ist eine dauerhaft bessere und verkehrssichere Verbindung im Norden der Stadt.
Die Bundesstraße besitzt für Prenzlau eine besondere Bedeutung. Sie verbindet das Stadtgebiet in Richtung Pasewalk und weiter nach Mecklenburg-Vorpommern und nimmt zugleich regionalen Wirtschafts- und Pendlerverkehr auf.
Ende am 21. August bleibt das Ziel
Nach dem bisher veröffentlichten Zeitplan soll die Gesamtmaßnahme am Freitag, 21. August, beendet sein. Ob alle Abschnitte exakt zu diesem Termin freigegeben werden können, hängt vom Baufortschritt ab.
Für Prenzlau beginnt damit die entscheidende Schlussphase einer Baustelle, die den nördlichen Stadtverkehr seit Wochen prägt.
Quellen
Stadt Prenzlau: „Vollsperrungen ab 15. Juni: B109 im Prenzlauer Norden wird saniert“, 27. Mai 2026
Stadt Prenzlau: „Aktualisierung zur Baumaßnahme B109 – Bis wohin man fahren kann und wie die Busse verkehren“, 13. Juli 2026