Der grundhafte Ausbau der Dobberziner Straße in Perleberg beginnt im Oktober 2026. Auf rund 600 Metern werden Fahrbahn, Gehwege, Parkflächen, Entwässerung und Straßenbeleuchtung erneuert. Die Arbeiten erfolgen in zwei Abschnitten und sollen voraussichtlich im April 2028 abgeschlossen sein.

Erster Bauabschnitt dauert bis Sommer 2027

Der erste Bauabschnitt reicht von der Kreuzung Berliner Straße bis zur Karlstraße. Die Arbeiten in diesem Bereich sollen im Sommer 2027 beendet werden. Anschließend folgt der Abschnitt zwischen Karlstraße und Heinrich-Heine-Straße. Dort ist der Abschluss für April 2028 vorgesehen.

Während der Arbeiten werden die jeweils betroffenen Teilstücke gesperrt. Begonnen wird am Knotenpunkt Karlstraße. Während des ersten Bauabschnitts soll eine Ampel ermöglichen, dass Fahrzeuge weiterhin von der Dobberziner Straße in die Karlstraße und in umgekehrter Richtung fahren können.

Die Karlstraße zwischen Wilsnacker Straße und Dobberziner Straße wird als Sackgasse ausgeschildert. Das gilt zunächst auch für die Dobberziner Straße zwischen Berliner Straße und Karlstraße. Die Kindertagesstätte soll weiterhin über die bestehende Einbahnstraße beliefert werden.

Fahrbahn, Gehwege und Grünflächen werden erneuert

Das Gesamtvorhaben umfasst rund 3.950 Quadratmeter Fahrbahn sowie etwa 3.840 Quadratmeter Gehwege und Nebenanlagen. Neben der Fahrbahn sollen neue Parktaschen entstehen. Außerdem werden rund 1.060 Quadratmeter Grün- und Pflanzflächen erneuert.

Mit dem Straßenausbau wird auch die Oberflächenentwässerung neu gebaut. Geplant sind ein Regenwasserkanal, die erforderlichen Anschlussleitungen und zusätzliche Straßenabläufe. Zwei Zisternen sollen Niederschlagswasser speichern, das anschließend zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden kann.

Auch die Straßenbeleuchtung wird modernisiert. Dafür werden rund 1.300 Meter Kabel verlegt. Die Planung sieht vor, 15 vorhandene Straßenleuchten umzusetzen und 18 neue Leuchten aufzustellen.

Die Stadt Perleberg hat die Ingenieurbüro Rauchenberger GmbH aus Wittenberge mit der Planung beauftragt. Nach Angaben des Unternehmens begannen die Vorbereitungen bereits 2024. Einbezogen wurden die GWG Wohnungsgesellschaft Perleberg/Karstädt und die Wohnungsgenossenschaft Perleberg.

Grundstücke bleiben zu Fuß erreichbar

Mehr als 30 Anwohner sowie Vertreter angrenzender Einrichtungen nahmen an einer Informationsveranstaltung zum Bauvorhaben teil. Ein Schwerpunkt der Fragen war die Erreichbarkeit von Wohnhäusern, Garagen und Carports.

Die Grundstücke sollen während der gesamten Bauzeit zu Fuß erreichbar bleiben. Für Garagen und Carports hinter größeren Wohngebäuden sind zeitweise Zufahrten vorgesehen. Bei einzelnen Wohnhäusern wird eine Zufahrt mit dem Auto dagegen während bestimmter Bauphasen nicht möglich sein. Die betroffenen Bewohner müssen ihre Fahrzeuge dann außerhalb des gesperrten Bereichs abstellen.

Bei kurzfristigen Schwierigkeiten können sich die Anlieger an die vor Ort arbeitenden Baufirmen wenden. Darüber hinaus stehen das beauftragte Ingenieurbüro und das Bauamt der Stadt als Ansprechpartner zur Verfügung.

Parksituation an der Friedensstraße wird geprüft

Anwohner der Friedensstraße befürchten zusätzliche Belastungen auf der Zufahrt über die Genossenschaftsstraße. In diesem Bereich befinden sich Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes, Arztpraxen und ein altersgerechter Wohnblock. Besonders die Parksituation könnte sich während der Bauzeit verschärfen.

Bauamtsleiter Hagen Boddin sagte zu, die angesprochenen Probleme innerhalb der Stadtverwaltung erneut zu prüfen. Konkrete zusätzliche Verkehrs- oder Parkregelungen wurden bei der Veranstaltung noch nicht vorgestellt.

Im zweiten Bauabschnitt wird vor der Geschwister-Scholl-Grundschule gearbeitet. Dort soll eine verkehrsberuhigte Zone entstehen, in der Fahrzeuge nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. Einen von Eltern wiederholt geforderten Fußgängerüberweg soll es deshalb nach Angaben des Planungsbüros nicht geben.

Die Bushaltestellen vor der Schule werden bereits zu Beginn der ersten Bauphase in die Heinrich-Heine-Straße verlegt. Die Schüler sollen sich frühzeitig an die neue Haltestelle und die veränderten Schulwege gewöhnen.

Vor dem Baubeginn will die Stadt eine weitere Anwohnerinformation veröffentlichen. Zusätzlich erhalten die betroffenen Haushalte eine Wurfsendung mit Angaben zu den Sperrungen, zum Bauablauf und zu den zuständigen Ansprechpartnern.

Quelle

Stadt Perleberg, Bauamt, Pressemitteilung Nr. 320 vom 11. September 2026