Der Waldbrand im Gebiet „Schwarzes Holz“ bei Plauen ist weiterhin unter Kontrolle, beendet ist der Einsatz aber noch lange nicht. Bis zu 180 Einsatzkräfte kämpfen gegen Glutnester auf einer Fläche von mehr als sieben Hektar, während das schwierige Gelände und die sommerliche Trockenheit die Arbeiten erschweren.

THW baut feste Wasserversorgung auf

In der Nacht zum Donnerstag kam zusätzliche Unterstützung durch das Technische Hilfswerk hinzu. Rund 50 THW-Kräfte helfen dabei, eine feste Wasserversorgung für das Brandgebiet aufzubauen. Insgesamt befinden sich zu Spitzenzeiten nach Angaben der Stadt Plauen etwa 180 Einsatzkräfte vor Ort.

Ein großer Teil der Arbeit muss weiterhin von Hand erledigt werden. Mit Schaufeln und Hacken öffnen die Einsatzkräfte den Waldboden, um verborgene Glutnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen.

Eine Drohne mit Wärmebildkamera kontrolliert das Gebiet fortlaufend und hilft dabei, besonders heiße Stellen zu erkennen.

Löschhubschrauber soll schwierige Hanglage erreichen

Besonders problematisch ist die steile und teilweise kaum mit Fahrzeugen erreichbare Hanglage. Deshalb soll auch am Donnerstag erneut ein Löschhubschrauber eingesetzt werden.

Bereits am Mittwoch hatten Hubschrauber Wasser aus der Talsperre Pöhl aufgenommen und über dem Brandgebiet abgeworfen. Die Luftunterstützung ermöglicht es, Bereiche zu erreichen, in denen Feuerwehrfahrzeuge und größere Löschtechnik kaum eingesetzt werden können.

Ausschließlich Wasser im Trinkwasserschutzgebiet

Eine zusätzliche Besonderheit ergibt sich aus der Lage des Brandgebietes in einem Trinkwasserschutzgebiet. Nach den vorliegenden Angaben wird deshalb ausschließlich Wasser zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Die Einsatzleitung konnte über Nacht verhindern, dass das Feuer erneut stärker aufflammt. Offene Flammen treten inzwischen deutlich seltener auf, doch im Boden und zwischen Totholz können sich weiterhin Glutnester halten.

Zwei Einsatzkräfte mussten wegen leichter Kreislaufbeschwerden behandelt werden. Schwerere Verletzungen wurden bislang nicht bekannt.

Einer der größten Waldbrände seit Jahrzehnten

Das Feuer hat nach bisherigen Angaben mehr als sieben Hektar Wald- und angrenzende Flächen erfasst. Die Stadt bezeichnet das Ereignis als einen der größten Waldbrände in der Region seit rund 30 Jahren.

Wann der Einsatz vollständig beendet werden kann, ist derzeit offen. Entscheidend bleibt auch die Wetterentwicklung: Hitze und Trockenheit können die Löscharbeiten erschweren, während kühlere und feuchtere Nächte den Einsatzkräften helfen.

Die Ursache des Waldbrandes ist bislang nicht geklärt.

Quelle:

Stadt Plauen, aktuelle Informationen zum Waldbrandeinsatz vom 13. August 2026; Angaben der Einsatzleitung der Berufsfeuerwehr Plauen.