Die Havelseestadt Werder (Havel) (Bundesland: Brandenburg, Landkreis Potsdam-Mittelmark) gilt seit Jahrhunderten als der Obstgarten vor den Toren Berlins. Begünstigt durch das milde Mikroklima der Havelseen und die nährstoffreichen Böden bauten die Havelländer Obstbauern riesige Mengen Erdbeeren, Kirschen, Äpfel und Tomaten an.
Hier schlägt das Herz von Werder Feinkost – der Marke, die mit ihrem legendären Tomatenketchup eine der eindrucksvollsten Ost-Markengeschichten überhaupt schrieb.
Inhaltsübersicht
Aus dem Obstgarten Berlins: Die Wurzeln von 1873
Der Durchbruch: Das Geheimnis der ostdeutschen Fruchtsüße
Der VEB Werder Feinkost und die Wende
Nummer Eins im Osten: Warum Werder die Riesen schlug
Ortspunkt Werder (Havel): Wo du den Ketchup-Kult erlebst
Leser-Aufruf: Gehört Werder Ketchup für dich zu jeder Bratwurst dazu?
Aus dem Obstgarten Berlins: Die Wurzeln von 1873
Im Jahr 1873 gründeten vorausschauende Havelländer Obstbauern eine Obstverwertungsgenossenschaft, um Ernteüberschüsse haltbar zu machen. Neben Fruchtweinen, Säften und Marmeladen spezialisierte sich der Betrieb rasch auf die Gemüseverarbeitung und das Einkochen sonnengereifter Tomaten.
Der Durchbruch: Das Geheimnis der ostdeutschen Fruchtsüße
Während internationale Ketchup-Marken traditionell essigsauer und stark gesalzen gewürzt sind, schlugen die Feinkostexperten in Werder einen eigenen Weg ein:
Hoher Tomatenmark-Anteil: Garantiert den tiefroten Farbton und sämigen Körper.
Fruchtige Milde: Eine dezent abgestimmte Würzrezeptur mit angenehm-fruchtiger Restsüße statt scharfer Essignote.
Pure Natur: Reines Naturprodukt ohne künstliche Farbstoffe.
Dieser mild-fruchtige Charakter traf exakt den Nerv der Verbraucher und machte Werder Ketchup zur unangefochtenen Nummer Eins in der DDR.
Der VEB Werder Feinkost und die Wende
Nach 1945 als VEB Werder Feinkost geführt, versorgte der Betrieb Schulkantinen, Ausflugslokale und Haushalte flächendeckend mit Ketchup, Gewürzgurken und Fruchtweinen.
Nach 1990 übernahm die Familie Lemcke das Traditionsunternehmen. Durch mutige Investitionen in modernste Abfüllanlagen und kompromisslose Pflegschaft der Originalrezeptur schaffte Werder etwas Schierunmögliches: In den ostdeutschen Bundesländern behauptet die Marke bis heute mit großem Vorsprung die Marktführerschaft vor internationalen US-Giganten.
Ortspunkt Werder (Havel): Wo du den Ketchup-Kult erlebst
Werder Feinkost Werksverkauf (Phöbener Straße, Werder/Havel): Bietet das komplette Sortiment von Ketchup-Spezialitäten bis zu Havelländer Fruchtweinen direkt ab Werk.
Inselstadt Werder (Havel): Die historische Altstadt auf der Havelinsel lässt sich ideal mit einem Besuch des Werksverkaufs und dem jährlichen Baumblütenfest verbinden.
Leser-Aufruf: Gehört Werder Ketchup für dich zu jeder Bratwurst dazu?
Schwörst du auf den klassischen roten Ketchup aus Werder, nutzt du die scharfen Varianten zum Grillen oder verbindest du eigene Erinnerungen mit der Havelländer Marke?
Schickt uns eure Fotos und Geschichten per E-Mail an redaktion@ostdeutsche-zeitung.de!