Mitarbeiter in Verwaltungen, Rettungsdiensten, Krankenhäusern und Verkehrsbetrieben erleben immer wieder Beleidigungen, Drohungen oder körperliche Angriffe. Eine Ausstellung in Neustrelitz stellt die betroffenen Menschen in den Mittelpunkt.

Von Anna-Lena Richter
3. August 2026, 11.50 Uhr · 2 Min. Lesezeit

Ob am Telefon, am Schalter oder bei einem Einsatz: Beschäftigte des öffentlichen Dienstes treffen täglich Entscheidungen und helfen Bürgern weiter. Dennoch werden sie zunehmend mit Respektlosigkeit und Aggression konfrontiert.

Schau an zwei Standorten

Die Wanderausstellung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ wird im Rathaus und im Stadthaus Neustrelitz gezeigt. Der städtische Ausstellungskalender weist die Schau auch für Montag, 3. August, während der Öffnungszeiten aus.

Die Initiative stammt vom Deutschen Gewerkschaftsbund und seinen Mitgliedsgewerkschaften. Auf großformatigen Bildtafeln werden echte Beschäftigte dargestellt, die im Dienst der Gesellschaft arbeiten.

Beleidigungen und Bedrohungen nehmen zu

Die Ausstellung macht darauf aufmerksam, dass Beschäftigte nicht nur mit scharfer Kritik umgehen müssen. Teilweise erleben sie persönliche Beleidigungen, Bedrohungen oder körperliche Angriffe.

Betroffen sind unter anderem Mitarbeiter in Ämtern, Sozialdiensten, Krankenhäusern, Rettungsdiensten sowie Bus- und Bahnunternehmen. Der DGB fordert deshalb besseren Schutz und einen respektvolleren Umgang.

Menschen hinter Entscheidungen sichtbar machen

Die Ausstellung will nicht verhindern, dass Bürger Verwaltungsentscheidungen kritisieren. Sie erinnert jedoch daran, dass sich die Kritik nicht gegen einzelne Beschäftigte richten darf.

Hinter jedem Schreiben, jedem Telefonat und jedem persönlichen Gespräch stehen Menschen, die ihre Aufgaben nach gesetzlichen Vorgaben erfüllen.

Quellen

Residenzstadt Neustrelitz – Ausstellungs- und Veranstaltungskalender, abgerufen am 3. August 2026

Deutscher Gewerkschaftsbund – Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“

Stadt Neustrelitz – Informationen zur Ausstellung im Rathaus und Stadthaus