Nichtwohngrundstücke müssen dagegen voraussichtlich mit höherer Belastung rechnen

Grundsteuer ändert sich 2027 erneut: Viele Meininger Wohnhäuser könnten günstiger werden

Auf Grundstückseigentümer in Meiningen kommen zum 1. Januar 2027 erneut Veränderungen bei der Grundsteuer zu. Thüringen korrigiert die Auswirkungen der bisherigen Reform. Wohngrundstücke sollen tendenziell entlastet, Nichtwohngrundstücke stärker belastet werden. Die genaue Höhe hängt noch vom künftigen Hebesatz der Stadt ab.

Von Stefan Neubert 1 Min. Lesezeit

Teilen

Haus- und Grundstückseigentümer in Meiningen müssen sich 2027 erneut auf veränderte Grundsteuerbeträge einstellen. Thüringen korrigiert die bisherige Umsetzung der bundesweiten Grundsteuerreform, weil Wohnimmobilien teilweise stärker belastet wurden als politisch beabsichtigt.

Die neuen Regelungen gelten ab dem 1. Januar 2027.

Wohnimmobilien sollen tendenziell günstiger werden

Nach Angaben der Stadt betrifft die Änderung bebaute Grundstücke.

Dazu gehören Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Geschäftsgrundstücke. Für unbebaute Grundstücke sowie Betriebe der Land- und Forstwirtschaft ändert sich dagegen nichts.

Wohngrundstücke sollen künftig voraussichtlich geringer belastet werden.

Bei Nichtwohngrundstücken ist dagegen eher mit höheren Steuerbeträgen zu rechnen.

Eigentümer müssen keine neue Erklärung abgeben

Eine wichtige Nachricht für Grundstücksbesitzer: Ein neuer Antrag oder eine weitere Grundsteuererklärung ist nicht notwendig.

Die Finanzverwaltung berechnet die geänderten Messbeträge automatisch. Das Finanzamt Südthüringen hat entsprechende Bescheide im Sommer verschickt.

Stadtrat entscheidet über Hebesatz

Wie hoch die Grundsteuer für ein konkretes Grundstück am Ende tatsächlich ausfällt, steht allerdings noch nicht fest.

Neben dem Messbetrag entscheidet darüber der kommunale Hebesatz. Dieser muss vom Meininger Stadtrat festgelegt werden, bevor Anfang 2027 die neuen Steuerbescheide verschickt werden können.

Daueraufträge erst später ändern

Die Stadt bittet Eigentümer ausdrücklich, bestehende Daueraufträge erst nach Eingang des neuen Bescheides anzupassen.

Bereits erteilte SEPA-Lastschriftmandate gelten in der Regel weiter.

Für viele Haushalte wird damit erst Anfang 2027 endgültig klar sein, ob und in welchem Umfang sie tatsächlich weniger Grundsteuer zahlen.

Quellen

Stadt Meiningen – Grundsteuer-Änderungen ab 2027, Informationen für Eigentümer vom 24. Juli 2026.

###

Themen: MeiningenWohnenImmobilienGrundsteuerFinanzenHebesatz

Teilen

Lesen Sie als Nächstes

Millionenimmobilie im Ostragehege Dresdens Erlweinturm wird versteigert: Historisches Wahrzeichen sucht neuen Eigentümer Denkmal mit großer Zukunftsfrage

Ihre Meinung

Schreiben Sie uns einen Leserbrief an leserbriefe@ostdeutsche-zeitung.de. Bitte mit vollständigem Namen und Anschrift; veröffentlicht werden nur Name und Wohnort.

Meistgelesen

Wirtschaft

Alle Beiträge