Der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz Sachsen-Anhalt fordert vor der Landtagswahl eine langfristig verlässliche Klimapolitik. Klimaschutz sei nach Einschätzung des Gremiums zugleich eine Investition in Wettbewerbsfähigkeit, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit, weil erneuerbare Energien die Abhängigkeit von fossilen Importen verringern können.
Beirat sieht wirtschaftliche Chancen
Wie der Wissenschaftliche Beirat für Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt mitteilt, verfügt das Land aus seiner Sicht über gute Voraussetzungen für die weitere Transformation.
Dazu zählt das Gremium den bereits hohen Anteil erneuerbarer Energien, leistungsfähige Industrie- und Forschungsstandorte sowie engagierte Kommunen. Eine stärkere Nutzung heimischer Energiequellen könne Importabhängigkeiten reduzieren, die Krisenfestigkeit erhöhen und Investitionen stärker in der Region halten.
Kommunen spielen zentrale Rolle
Städte, Gemeinden und Landkreise übernehmen nach Einschätzung des Beirates entscheidende Aufgaben bei der Umsetzung.
Genannt werden die kommunale Wärmeplanung, der Ausbau erneuerbarer Energien, die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude, nachhaltige Mobilitätsangebote und die Anpassung an Folgen des Klimawandels. Dafür benötigten die Kommunen dauerhaft fachliche Unterstützung und verlässlichen Wissenstransfer.
Landesenergieagentur soll Kommunen unterstützen
Besondere Bedeutung misst der Klimabeirat der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt bei.
Die LENA berät und vernetzt Kommunen, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen und unterstützt unter anderem bei Wärmeplanung, Klimaschutzstrategien, Fördermitteln und dem Ausbau erneuerbarer Energien. Zudem soll sie wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Arbeit übertragen.
Klimaschutz über Wahlperioden hinaus
Der Beirat spricht sich dafür aus, begonnene Klimaschutzmaßnahmen unabhängig von kurzfristigen politischen Zyklen fortzuführen.
Aus Sicht des Gremiums verbindet das Thema Energie-, Wirtschafts-, Struktur- und Innovationspolitik. Verlässliche politische Rahmenbedingungen seien deshalb eine Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum in Sachsen-Anhalt.
Quelle:
Wissenschaftlicher Beirat für Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung vom 11. August 2026.