Unbewohntes Mehrfamilienhaus wegen Einsturzgefahr von außen gelöscht

Dachstuhlbrand in Pratau: 65 Einsatzkräfte verhindern weitere Ausbreitung

In Pratau ist am frühen Sonntagmorgen der Dachstuhl eines unbewohnten Mehrfamilienhauses vollständig in Brand geraten. Feuerwehren aus Wittenberg und Kemberg waren mehrere Stunden im Einsatz. Verletzt wurde nach Angaben der Stadt niemand.

Von Clara Winterfeld 2 Min. Lesezeit

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Feuerwehrfahrzeuge und eine Drehleiter stehen vor einem abgesperrten Gebäude.
Feuerwehrfahrzeuge und eine Drehleiter stehen vor einem abgesperrten Gebäude. Foto: Feuerwehr Lutherstadt Wittenberge

Ein vollständig entwickelter Dachstuhlbrand hat am frühen Sonntagmorgen einen Großeinsatz im Wittenberger Ortsteil Pratau ausgelöst. Die Feuerwehr wurde am 2. August 2026 um 3.35 Uhr zu dem Brand eines Mehrfamilienhauses alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Dachstuhl des unbewohnten Gebäudes bereits vollständig in Flammen.

Feuerwehr kämpft mehrere Stunden gegen die Flammen

Die Einsatzkräfte teilten die Brandbekämpfung in zwei Einsatzabschnitte auf. Über mehrere Stunden gelang es ihnen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Da das Gebäude einsturzgefährdet war, konnte ein Innenangriff nur eingeschränkt erfolgen. Neben mehreren handgeführten Strahlrohren setzte die Feuerwehr deshalb zwei Hubrettungsmittel ein. Von dort aus wurden die Flammen vor allem von außen bekämpft.

Unbewohntes Haus erleichterte die Rettungslage

Nach Angaben der Lutherstadt Wittenberg war das betroffene Mehrfamilienhaus unbewohnt. Hinweise auf verletzte oder vermisste Personen enthält der Einsatzbericht nicht.

Damit konzentrierten sich die Arbeiten auf die Brandbekämpfung, den Schutz der Umgebung und die Sicherung des beschädigten Gebäudes.

Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Einsturzgefahr erschwerte den Einsatz

Ein vollständig ausgebrannter Dachstuhl kann die Stabilität eines Gebäudes erheblich beeinträchtigen. Geschwächte Balken, beschädigte Decken und herabfallende Bauteile stellen eine große Gefahr für Einsatzkräfte dar.

Die Entscheidung gegen einen umfassenden Innenangriff diente deshalb dem Schutz der Feuerwehrleute. Der Löscherfolg musste überwiegend über Strahlrohre und Hubrettungsfahrzeuge von außen erreicht werden.

Gehweg durch Fachfirma abgesichert

Nach Abschluss der eigentlichen Brandbekämpfung wurde der angrenzende Gehweg gesichert. Eine Fachfirma übernahm Maßnahmen zum Schutz vor herabfallenden Gebäudeteilen.

Anschließend konnte die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben werden. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Gebäude bereits wieder betreten werden darf. Über weitere Sicherungs-, Abriss- oder Sanierungsmaßnahmen müssen die zuständigen Fachleute entscheiden.

Feuerwehren aus Wittenberg und Kemberg im Einsatz

Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte beteiligt. Aus dem Bereich der Lutherstadt Wittenberg rückten die Wehren Abtsdorf/Labetz, Pratau, Seegrehna, Wittenberg West und die Hauptwache aus.

Unterstützung kam von den Kemberger Wehren Bergwitz, Eutzsch und Pannigkau. Ebenfalls vor Ort waren der Abschnittsleiter des Brandschutzabschnittes Süd im Landkreis Wittenberg, die Polizei und der Rettungsdienst.

Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinweg

Der Einsatz zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit mehrerer Ortsfeuerwehren bei größeren Bränden ist. Ein ausgedehnter Dachstuhlbrand benötigt über Stunden ausreichend Atemschutzgeräteträger, Löschwasser, Spezialfahrzeuge und Ablösekräfte.

Gerade nachts müssen zahlreiche ehrenamtliche Feuerwehrleute kurzfristig ihre Häuser verlassen und zum Einsatz ausrücken. Ohne die Unterstützung der umliegenden Wehren wäre ein solcher Einsatz für eine einzelne Einheit kaum zu bewältigen.

Ermittlungen zur Brandursache stehen aus

Die Polizei war während des Einsatzes ebenfalls vor Ort. Ob bereits Ermittlungen zur Brandentstehung aufgenommen wurden, geht aus der städtischen Medieninformation nicht hervor.

Eine verlässliche Ursache kann häufig erst festgestellt werden, wenn das Gebäude ausreichend abgekühlt und gefahrlos untersucht werden kann. Wegen der Einsturzgefahr dürfte die Spurensicherung besonders schwierig sein.

Quellen

Lutherstadt Wittenberg, Büro des Oberbürgermeisters, „Einsatzbericht zum Gebäudebrand in Pratau“, veröffentlicht am 2. August 2026

Themen: Sachsen-AnhaltFeuerwehrLutherstadt WittenbergGroßeinsatzRettungsdienstPratauGebäudebrandDachstuhlbrandMehrfamilienhausKemberg

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