In Treppeln hat das Zisterzienserpriorat Neuzelle am Samstag Richtfest auf dem Bernhardshof gefeiert. Der Ausbau schafft dringend benötigten Raum für die Gemeinschaft, die bislang unter beengten Bedingungen in Neuzelle lebt.
Richtfest am Bernhardshof in Treppeln
Der Termin fand am Samstag um 14.30 Uhr am Bernhardshof in der Treppelner Straße statt. Brandenburgs Innenstaatssekretär Uwe Schüler nahm nach Angaben der Landesregierung daran teil.
Auch das Bistum Görlitz führte das Richtfest des Priorats Neuzelle als offiziellen Termin für den 22. August.
Für die Zisterzienser ist der Ausbau weit mehr als ein gewöhnliches Bauprojekt. Die Gemeinschaft braucht zusätzlichen Platz für das klösterliche Leben und für Menschen, die zeitweise mit den Mönchen leben möchten.
Zisterzienser in Neuzelle brauchen mehr Platz
Das Priorat Neuzelle wurde 2018 von Mönchen des österreichischen Stifts Heiligenkreuz gegründet. Vorausgegangen war die Einladung des Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt, das historische zisterziensische Leben in Neuzelle wiederzubeleben.
Nach Angaben des Klosterprojekts leben mehrere Brüder vor Ort. Die bestehenden Räume im katholischen Pfarrhaus reichen für die Gemeinschaft jedoch nicht mehr aus. Zeitweise musste ein jüngerer Mitbruder sogar in einem Wohnwagen neben dem Pfarrhaus untergebracht werden.
Der Bernhardshof in Treppeln soll deshalb zunächst für Entlastung sorgen.
Kloster Maria Friedenshort bleibt langfristiges Ziel
Der Bernhardshof ist zugleich Teil eines größeren Vorhabens. Langfristig wollen die Zisterzienser das Kloster Maria Friedenshort auf einem Gelände bei Treppeln entwickeln.
Die Planungen für diesen eigentlichen Klosterneubau sind komplex. Das Grundstück liegt im Außenbereich, weshalb umfangreiche Bauleitverfahren nötig sind. Auch die Finanzierung des Gesamtprojekts stellt die Gemeinschaft vor eine große Aufgabe.
Der Ausbau des Bernhardshofs ermöglicht den Mönchen nun einen wichtigen Zwischenschritt, ohne auf die langfristige Klosterplanung warten zu müssen.
Neues Klosterleben entsteht im Osten Brandenburgs
Die Rückkehr der Zisterzienser nach Neuzelle ist in Brandenburg ungewöhnlich. Das historische Kloster wurde bereits 1817 säkularisiert. Rund zwei Jahrhunderte später entsteht in der Region wieder eine dauerhaft lebende Zisterziensergemeinschaft.
Der neue Standort soll nicht ausschließlich Rückzugsort der Mönche sein. Das Klosterprojekt sieht auch Begegnung und zeitweilige Aufenthalte von Gästen vor.
Mit dem Richtfest ist dieses Vorhaben am Samstag sichtbar ein Stück weitergekommen.
Quelle: Landesregierung Brandenburg, Bistum Görlitz, Kloster Maria Friedenshort