Historische Gebäude, der Löbauer Berg und persönliche Lieblingsplätze sollen Ende August ein größeres Publikum erreichen. Eine landesweite Kampagne rückt die Stadt sieben Tage lang in den Mittelpunkt.

Aktionswoche beginnt am 24. August

Die sächsische Standortkampagne „So geht sächsisch.“ plant vom 24. bis 30. August 2026 eine eigene Lieblingsorte-Woche für Löbau.

Während dieses Zeitraums sollen besondere Plätze, Sehenswürdigkeiten und persönliche Empfehlungen aus der Stadt über die digitalen Kanäle der Landesmarke vorgestellt werden.

Anlass ist das 680-jährige Bestehen des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Zu diesem historischen Bündnis gehören neben Löbau auch Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lubań und Zittau.

Stadt kann zusätzliche Reichweite gewinnen

Für Löbau bietet die Kampagne die Gelegenheit, über die Region hinaus auf sich aufmerksam zu machen. Die digitalen Beiträge richten sich nicht nur an Einwohner, sondern auch an mögliche Tagesgäste und Urlauber.

Frühere Lieblingsorte-Wochen der Landesmarke erreichten nach Angaben der Staatskanzlei teilweise ein Millionenpublikum in sozialen Netzwerken.

Davon könnten auch Gaststätten, Beherbergungsbetriebe, Museen und der örtliche Einzelhandel profitieren, wenn zusätzliche Besucher auf Löbau aufmerksam werden.

Mehr als bekannte Sehenswürdigkeiten

Zu den bekanntesten Zielen gehören der Gusseiserne Turm auf dem Löbauer Berg, das Rathaus und die historische Innenstadt.

Eine Lieblingsorte-Kampagne kann jedoch auch weniger bekannte Plätze sichtbar machen. Dazu zählen kleine Parks, Aussichtspunkte, Geschäfte, gastronomische Angebote oder Orte, mit denen Einwohner persönliche Erinnerungen verbinden.

Gerade solche Empfehlungen können ein authentischeres Bild vermitteln als klassische touristische Werbung.

Sechsstädtebund verbindet die Oberlausitz seit Jahrhunderten

Der Oberlausitzer Sechsstädtebund wurde 1346 gegründet. Die beteiligten Städte wollten damals ihre wirtschaftlichen Interessen sichern und gemeinsam gegen Überfälle und Unsicherheit auf den Handelswegen vorgehen.

Löbau nahm innerhalb des Bündnisses eine besondere Stellung ein. Die Stadt lag zentral zwischen den anderen Mitgliedern und war deshalb häufig Ort gemeinsamer Beratungen.

Das Jubiläum bietet nun die Möglichkeit, diese Geschichte mit moderner Stadtwerbung zu verbinden.

Aufmerksamkeit muss dauerhaft genutzt werden

Eine Aktionswoche allein schafft noch keinen nachhaltigen touristischen Aufschwung. Entscheidend ist, ob die neu gewonnene Reichweite anschließend weiter genutzt wird.

Dazu gehören aktuelle Informationen, gut erreichbare Sehenswürdigkeiten und Angebote, die Besucher zu einem längeren Aufenthalt bewegen.

Für Löbau ist die Kampagne dennoch eine Gelegenheit, sich als historisch bedeutende und zugleich lebendige Stadt in der Oberlausitz zu präsentieren.

Quellen

Sächsische Staatskanzlei – Informationen zur Lieblingsorte-Kampagne anlässlich des Jubiläums des Oberlausitzer Sechsstädtebundes, veröffentlicht 2026

Sachsen / Löbau: Landeskampagne stellt Lieblingsorte vor

Vom 24. bis 30. August präsentiert „So geht sächsisch.“ ausgewählte Orte in Löbau. Die Aktionswoche ist Teil des Jubiläumsprogramms zu 680 Jahren Oberlausitzer Sechsstädtebund.